Neues Elektroauto von BMW
BMW könnte 2015 den i5 bringen

Kleine Elektroautos gelten in Großstädten als die Zukunft. Doch vielen Familien sind die City-Flitzer schlichtweg zu klein. BMW könnte diese Lücke in seinem Angebot bis 2015 schließen – mit einem verlängerten i3.
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DüsseldorfBMW könnte bereits 2015 ein weiteres Elektrofahrzeug auf den Markt bringen. Das berichtet das britische Magazin „Autocar“ in seinem Online-Auftritt. Demnach könnte es sich bei dem neuen Auto um eine gestreckte Version des BMW i3 handeln.

Das Fahrzeug, das i5 heißen könnte, würde in etwa so lang wie ein Mini Countryman und soll als kleiner Van vor allem Familien ansprechen, denen der gerade einmal vier Meter lange i3 zu klein ist. „Autocar“ berichtet, dass der i5 100 Millimeter zusätzlichen Fußraum und 150 Millimeter als hinteren Überhang dazugewinnen soll. Damit könnte die zweite Sitzreihe eigene Türen bekommen und der Kofferraum würde auf ein familienfreundliches Maß wachsen.

Das Vorhaben, einen i3 zu strecken, wird durch die besondere Bauweise des Elektro-BMWs einfacher und kostengünstiger als bei einem konventionellen Auto. Die Karosserie des i3 besteht aus einem Alu-Spaceframe (in dem Akku und Antriebseinheit stecken), auf dem dann die Fahrgastzelle aus kohlefaserverstärktem Kunststoff montiert wird. Daher kommt der i3 ohne Türsäule aus. Diese Säule ist bei konventionellen Fahrzeugen sehr wichtig für die Stabilität des Autos bei einem Seitenunfall und kann deshalb nicht ohne aufwändige Änderungen versetzt werden. Beim i3 kommt die Stabilität rein aus dem Spaceframe und den Kohlefaser-Gerüst, die problemlos um 100 Millimeter verlängert werden können. Lediglich der Bereich der (beim i3 nicht vorhandenen) hinteren Türen müsste überarbeitet werden.

Dieser Umstand macht es vergleichsweise einfach, ein größeres Fahrzeug zu bauen. Netter Nebeneffekt: Da auch der Alu-Spaceframe gestreckt wird, bietet das neue Fahrzeug auch mehr Platz für die Akkus oder einen stärkeren Range-Extender-Motor.

Wie stabil diese Konstruktion ist, zeigte sich auch bei einem Crashtest das ADAC, wo der i3 nicht die volle Punktzahl erreichte. Die in Teilen aus Karbon bestehende Karosserie des Wagens habe sich bei Kollisionsversuchen zwar als stabil erwiesen, jedoch lasse der Fußgängerschutz zu wünschen übrig, monierten die Tester des Automobilclubs. Die Prüfer kritisierten vor allem, dass die Vorderkante und die Ränder der Motorhaube sowie die Pfosten der Windschutzscheibe zu hart seien und sich Fußgänger bei einem Unfall daran verletzen könnten. „Dies ist ein Manko, gerade weil der Elektro-BMW als modernes Auto für Metropolen konzipiert wurde“, teilte der ADAC mit. Deshalb seien nur vier der fünf möglichen Sterne vergeben worden.

„Autocar“ stützt seine Vermutungen auch auf den Umstand, dass BMW sich bereits vor längerer Zeit die Namensrechte von i1 bis i8 gesichert hat. Ein Ausbau der Modellpalette der Submarke „BMW i“ neben dem bereits erhältlichen i3 und dem angekündigten Hybrid-Sportler i8 galt als wahrscheinlich. Sollten die zitierten Insider Recht behalten, könnte 2015 ein weiterer Elektro-BMW über unsere Straßen rollen.

Sebastian Schaal
Sebastian Schaal
Handelsblatt Online / Redakteur

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  • in China wird der X1 als BMW-Elektovariante angeboten, warum nicht gleich den anbieten?

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