Neues VW-Cabrio
Eos soll im Mai in den Showrooms stehen

HB WOLFSBURG. Nach Verzögerungen wegen technischer Probleme will Volkswagen sein neues Cabrio Eos nun im Frühsommer zu den Händlern bringen. Als neuen Termin für die Markteinführung nannte der Autohersteller in Wolfsburg den 19. Mai.

Ursprünglich wollte VW das Cabrio-Coupé als Nachfolger des Golf Cabrio bereits im Februar auf den Markt gebracht haben. Der Termin war jedoch auf Grund von Qualitätsproblemen mit der aufwendigen Klappdachkonstruktion verschoben worden. Probleme mit der Verbindung von Karosserie und dem elektrischen Metall- Faltdach hatten zu Windgeräuschen geführt, die Bernhard nicht habe hinnehmen wollen, begründete ein mit der Situation vertrauter Volkswagen- Mitarbeiter die Verzögerung.

„Wir mussten am Verdeck noch Feinabstimmungen vornehmen - und wir geben Modelle erst frei, wenn die Qualität stimmt“, hatte Bernhard dazu in einem Zeitungsinterview gesagt. Für Bernhard sei der Eos der Prüfstein für die neuen Qualitätsansprüche der Marke Volkswagen, berichtete ein anderer VW-Manager. „Das ist sein Ding. Er hat mit Hochdruck an dem Thema gearbeitet.“

Bestellt werden kann der Eos laut VW ab sofort. Der Preis der Basisversion beträgt nach Herstellerangaben 25 950 Euro. Zur Wahl stehen fünf Motorisierungen, die ein Leistungsspektrum von 85 kW/115 PS bis 184 kW/250 PS abdecken. Zur Serienausstattung gehören unter anderem ESP, Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Leichtmetallräder und ein automatisch ausfahrendes Überrollschutzsystem.

Volkswagen hat die Schwierigkeiten bei ihrem neuen Cabrio „Eos“ überraschend schnell in den Griff bekommen. Die für den 19. Mai geplante Markteinführung zeige eine „erfreulich schnelle Problemlösung“, sagte Analyst Patrick Juchemich von Sal. Oppenheim auf Anfrage. Das Cabrio „sollte ein Erfolg werden“.

Auch Analyst Stephan Droxner von der Landesbank Baden-Württemberg nahm die Nachricht positiv auf. „Ich hatte mit einer Markteinführung im Juni gerechnet.“ Der frühere Start sei „leicht positiv“ zu bewerten. Dies zeige, dass bei VW an den vorhandenen Probleme „mit Nachdruck gearbeitet wird“.

Droxner rechnet mit einem Jahresabsatz von 60 000 bis 70 000 Einheiten. Nach Angaben einer mit der Situation vertrauten Person sollen „mindestens“ 50 000 Stück jährlich ausgeliefert werden. Ein Sprecher wollte dies nicht kommentieren.

VW hatte den „Eos“ im September 2005 auf der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) vorgestellt. Das neue Modell ist zwischen den Modellreihen Golf und Passat positioniert. Der Viersitzer stellt den größeren Nachfolger des Golf Cabrio dar und markiert den Auftakt der Modelloffensive der Marke VW. Die Markteinführung soll nach Angaben eines Unternehmenssprechers nahezu parallel in Europa geschehen und in zwei Monaten auch auf dem US-Markt.

Trotz der Verzögerungen bei der Markteinführung kommt VW mit dem Eos der Cabrio-Coupé-Konkurrenz aus Deutschland noch zuvor: Opel bringt sein Cabrio-Coupé Astra Twintop einen Tag später, am 20. Mai, zu Preisen ab 23 650 Euro zu den Händlern. Wie der Eos verfügt dieser Viersitzer über ein geteiltes Stahldach, das sich in wenigen Sekunden auf Knopfdruck im Kofferraum versenken lässt. Für den Antrieb stehen laut Opel fünf Motoren mit 77 kW/105 PS bis 147 kW/200 PS zur Wahl.

Ford will sein Cabrio-Coupé auf Basis der Focus-Baureihe erst im Herbst zu den Händlern bringen. Nach Werksangaben wird die Serienfassung der Studie Vignale zunächst mit drei Motorisierungen mit einem Leistungsspektrum von 74 kW/100 PS bis 107 kW/145 PS angeboten. Preise und Serienausstattung stehen noch nicht fest.

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