Neuwagen-Käufer werden immer älter

Methusalem im Autohaus

Graue Haare, dritte Zähne, neues Auto: Mehr als jeder dritte Käufer eines Neuwagens ist hierzulande älter als 60 Jahre. Damit altert der Automarkt schneller als die Gesamtbevölkerung. Liegt das an den Autos?
BMW-Neuwagenkäufer sind laut CAR-Analyse 53 Jahre alt, VW-Käufer 54,8 Jahre, Opel-Käufer 55,2 Jahre und Mercedes-Käufer 55,3 Jahre. Quelle: Spotpress
Neuwagen-Käufer in Deutschland werden immer älter.

BMW-Neuwagenkäufer sind laut CAR-Analyse 53 Jahre alt, VW-Käufer 54,8 Jahre, Opel-Käufer 55,2 Jahre und Mercedes-Käufer 55,3 Jahre.

(Foto: Spotpress)

DüsseldorfDie Neuwagenkäufer in Deutschland sind im Durchschnitt so alt wie nie zuvor. Genau 53 Jahre alt war ein Käufer im Schnitt, als er seinen neuen Wagen in Empfang nahm, geht aus einer aktuellen Untersuchung des Center Automotive Resaerch (CAR) an der Ruhr-Universität Duisburg-Essen hervor. 2014 lag das Durchschnittsalter eines Neuwagenkäufers demnach noch bei 52,1 Jahren; 1995 noch bei 46,1 Jahren.

„Im deutschen Neuwagenmarkt existiert ein Methusalem-Effekt“, erklärte der Leiter des CAR-Instituts, Ferdinand Dudenhöffer. Der Markt altere schneller als die Gesamtbevölkerung, die im Schnitt 44,3 Lenze zähle. Fast 34 Prozent aller Neuwagenkäufer sind demnach sogar älter als 60 Jahre - 2008 lag ihr Anteil erst bei 26,5 Prozent.

Mit Ausnahme von Audi - hier sind die Neuwagenkäufer mit 52,2 Jahren unterdurchschnittlich jung - ist der Altersschnitt der Neuwagenkäufer bei den großen deutschen Herstellern relativ hoch: BMW-Neuwagenkäufer sind laut Analyse 53 Jahre alt, VW-Käufer 54,8 Jahre, Opel-Käufer 55,2 Jahre, Smart-Käufer 51,1 und Mercedes-Käufer 55,3 Jahre.

Die wichtigsten Auto-Neuerscheinungen
A wie Alfa Romeo
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Alfa stellt sich komplett neu auf. Die Sport-Limousine Giulia wird im Mai/Juni in den Verkauf gehen. Giulietta und MiTo erhalten ein Facelift. Und mit größter Spannung wird im Spätsommer das Debüt eines SUV (D-Segment) erwartet. Es ist der technische Ableger des Maserati Levante, der bereits im April seinen Auftritt hat.

A wie Audi
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Für Mai stehen das Facelift des A3 und die Weltpremiere des A5 an, der wie der A4 ebenfalls auf dem neuen Längsbaukasten MLB steht. Die Markteinführung soll noch im Sommer erfolgen. Den Monat Juni belegt das A4-Powerderivat S4 - als Limousine und als Avant.

Ebenso soll der R8 Spyder, die offene Version des kürzlich erneuerten Sportwagens, seinen luftigen Auftritt bekommen. Im Herbst steht eine Neuauflage des Mittelklasse-SUV Q5 an, das fortan in Mexiko gebaut wird. Der Pariser Auto Salon im Oktober dient als Showbühne für den A5 Sportback, der ab Dezember verkauft wird.

A wie Audi
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Audi startet das Jahr mit dem Debüt des Offroad-Kombis A4 Allroad auf der Auto Show Anfang Januar in Detroit. Eine Spalte weiter im Messekalender, auf dem Genfer Auto Salon, feiert der Q2 seine Weltpremiere. Das kleine SUV soll vor allem gegen den Mini Countryman antreten und als preisgünstige Alternative zum größeren Q3 junge Kunden locken.

Im März werden die Ingolstädter auch ihr Power-SUV SQ7 zeigen, in dem erstmals ein 48-Volt-Bordnetz und ein elektrischer Turbolader zum Einsatz kommen.

B wie Bentley
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Nicht kleckern, klotzen. Die britische Traditionsmarke kommt im Frühjahr mit dem größten, stärksten, schnellsten und natürlich teuersten SUV der Welt. Name: Bentayga. Die Jahresproduktion für 2016 ist bereits ausverkauft. Der Mulsanne erhält im Sommer eine Modellüberarbeitung.

B wie BMW
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Für BMW wird 2016 ein langes Jahr. Bis zum wichtigen Debüt des nächsten 5er Ende 2016 überbrücken die Bayern die Zeit mit einer Reihe von Modellvarianten. Los geht’s im März mit dem potenten X4 M40i, gefolgt vom M2 und M4 GTS. Im Sommer erhält der Dreier GT sein Facelift.

B wie BMW
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Im neuen Siebener steckt erstmals ein Plug-in-Hybrid-Antrieb. Ein Zwölfzylinder hält dann im Dezember Einzug in die Luxus-Limousine. Link: Eine ausführliche Bilderstrecke zum 7er-BMW finden Sie hier.

Ebenfalls Ende des Jahres bekommt der Elektro-Kleinwagen BMW i3 sein erstes Update. Wichtigste Änderung: Die Reichweite soll auf 250 Kilometer steigen. Der Fünfer debütiert im Herbst zunächst als Limousine, wird etwa 100 Kilogramm leichter, sparsamer und bis zu 600 PS stark.

C wie Cadillac
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In Los Angeles stellte Cadillac kürzlich den XT5 vor. Das Mittelklasse-SUV ist der Nachfolger des SRX und soll im Sommer 2016 auch nach Europa kommen. Handicap des Amis: Als Antrieb dient ein V6-Benziner. Damit bleibt der XT5 ein Auto für anglophile Individualisten.

Gleiches gilt für das neue Flaggschiff der Marke, den CT6. Die Limousine kommt ab August nach Deutschland und soll gegen die Oberliga von Mercedes und Co antreten. Die Schwestermarke Chevrolet schickt im Sommer die Neuauflage des Camaro ins Rennen.

Einen wichtigen Effekt, so erläutert CAR-Leiter Dudenhöffer, habe die starke SUV-Nachfrage. Denn das Durchschnittsalter eines SUV-Käufers liege mit 2,3 Jahren deutlich über dem Altersdurchschnitt und die wachsende SUV-Nachfrage schiebe die Altersstruktur nach oben. „Je älter, umso eher SUV“, bringt der Autoexperte den Trend auf eine einfache Formel.

Dadurch blieben Premium-Marken wie Land Rover, Tesla und Volvo relativ jung, während etwa BMW und Porsche deutlich „angegrauter“ würden, stellt der Experte fest. Bei Porsche sind es die SUV Cayenne und Macan, die im Gegensatz zu Land Rover die Älteren ansprechen und bei BMW verschieben die beiden Versionen des Active-Tourer-Vans mit einem Käuferalter von knapp 60 Jahren die Altersstruktur der Marke. So war etwa ein Drittel der Active-Tourer-Käufer älter als 70 Jahre.

Marktanteil von Rentner-SUV steigt weiter
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