Neuwagen-Marktanteile: Der nächste SUV-Rekord kommt bestimmt

Neuwagen-Marktanteile
Der nächste SUV-Rekord kommt bestimmt

Mit einem Marktanteil von 16,5 Prozent für SUV endete das Autojahr 2013. Und die Autobauer setzen weiter kräftig auf das Segment. Experten rechnen 2014 mit 500.000 SUV-Neuwagen-Verkäufen in Deutschland.
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DüsseldorfAuch der nächste SUV-Rekord ist schon sicher, ist sich Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer sicher. Der Leiter des Center Automotive Research (CAR) an der Uni Duisburg-Essen geht davon aus, dass allein in Deutschland 2014 erstmals deutlich mehr als 500.000 Sports Utility Vehicle verkauft werden. Den größten prozentualen SUV-Anteil unter den deutschen Autobauern hat dabei übrigens Porsche. Rund jedes zweite verkaufte Auto der Zuffenhausener Marke ist schon heute ein Cayenne, und mit der Markteinführung von dessen "kleinem Bruder" namens Macan wird Porsche vom Sportwagen- zum SUV-Hersteller.

Die Marke hat mit dem 2009 eingeführten Cayenne der ganzen Branche gezeigt, dass der Imagetransfer vom Sport- auf den Geländewagen ein außerordentlich rentables Geschäft sein kann. Und nun wollen alle immer weitere Stücke vom ohnehin hart umkämpften Kuchen abschneiden. Dabei werden die Modelle immer kompakter und verzichten immer häufiger sogar auf Allradantrieb, den die meisten Kunden sowieso nicht nutzen.

Fiat kündigt den 500SX an, Opel hat den Mokka, Chevrolet den Trax, Mercedes legt die A-Klasse höher und nennt sie GLA, Ford entdeckt das Segment erst reichlich spät und zieht mit dem Ecosport nach, der sich in Brasilien schon gut und in Indien gebaut wird. Nissan hat unlängst erst sein fast unaussprechliches Erfolgsmodell Qashqai erneuert, das von Insidern auch gerne mal Cashcow genannt wird.

Und Skoda hat gerade erst seinen überarbeiteten Yeti in zwei Modelle aufgesplittet, eines für die Stadt, eines für rustikale Landpartien. Renault Billigtochter Dacia lässt ebenfalls nichts anbrennen und präsentiert günstigen Duster ebenfalls als Facelift. Die Hersteller sind also vorbereitet, die Kunden können kommen.

Vor allem der neue Nissan Qashqai rechnet sich große Absatzchancen aus, erreicht das aktuelle Modell doch regelmäßig die Spitzenplatzierung in der SUV-Neuzulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes. Bei der zweiten Auflage verzichtet Nissan daher auf Experimente und verfeinert den Mix aus Geländewagen- und Kombi-Elementen weiter.

Dank leicht gewachsener Abmessungen sollen Passagiere und Gepäck etwas mehr Platz bekommen, neue Assistenzsysteme sorgen für Sicherheit und der etwas karge Innenraum wurde wohnlicher eingerichtet.

Zudem erhalten allen Benziner nun einen Turbolader, die Diesel bleiben zunächst unverändert. Ebenfalls wie gehabt: Mit einem Startpreis von 19.940 Euro ist der Qashqai weiterhin nicht viel teurer als eine klassische Kompaktlimousine – bislang eines der Erfolgsrezepte, die den Japaner zum bestverkauften Importmodell seiner Klasse machen.

Auch der GLA will künftig in großem Stil Kunden locken. Nachdem der Daimler-Konzern zunächst alle anderen SUV-Segmente gut befüllt hat, startet der Neue nun erstmals im kompakten Tiguan-Segment. Die Basis stellt die neue A-Klasse, der GLA ist optisch aber etwas verhaltener gestaltet. Wohl nicht zuletzt, um auch die häufig etwas älteren Kunden der hochbauenden alten A-Klasse zu locken. Die finden im Kompakt-SUV eine ähnlich rückenfreundliche Sitzposition, gepaart mit einer guten Sicherheitsausstattung.

Etwa die Attention Assist genannte Müdigkeitserkennung und der Kollisionsschutz mit adaptivem Bremsassistenten, der bereits bei Geschwindigkeiten ab sieben Stundenkilometern aktiv ist. Nicht zuletzt aufgrund seiner guten Aerodynamik bietet der Mercedes auch überraschend geringen Verbrauchswerten – der sparsamste Diesel (100 kW/136 PS) benötigt lediglich 4,3 Litern auf 100 Kilometern. Allradantrieb ist dann zwar nicht an Bord, kann aber für alle Varianten geordert werden. Das Basismodell des GLA kommt mit einem 115 kW/156 PS starken Benzinder daher und kostet ab 29.300 Euro.

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  • Bei dem Tempo, in dem unsere Straßen systematisch und ostzonenmäßig verrotten, ist doch ein SUV irgendwann das einzig sinnvolle Fahrzeug. (:

  • Ich fahre bereits meinen dritten SUV und werde irgendwann auch meinen vierten bekommen, weil ich dafür meine guten Gründe habe und ich damit solche Leute, die sich anmaßen mir vorzuschreiben zu wollen,was ich brauche-oder nicht, so richtig auf die Palme bringen kann.

  • Ich habe Null Verständnis für diese SUV-Manie - oder sollte ich sagen SUFF-Manie? Diese Autos verschleudern Sprit, Parkraum, versperren die Sicht nach vorne, werden wohl von den wenigsten SUFF-Bestitzern wirklich benötigt. Unsre Städete sind schon zugemüllt (von Fahrzeugen) genug.

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