Neuwagen verbrauchen weniger
Trend zum Diesel setzt sich fort

Autos mit Dieselmotor werden immer beliebter. Fast jeder zweite in Deutschland produzierte Neuwagen ist inzwischen ein Diesel.

HB WIESBADEN/FRANKFURT. Vor zwei Jahren lag der Anteil der Diesel- Wagen an der Produktion erst bei 39 Prozent und stieg im ersten Quartal 2005 auf 46,7 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. "Der Diesel ist auf einem guten Weg, die 50-Prozent-Marke zu erreichen", sagte eine Statistikerin im Vorfeld der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA (15. bis 25. September) in Frankfurt. Grund dafür sei der im Vergleich zu Benzinmotoren sparsamere Verbrauch und die niedrigeren Kraftstoff-Preise.

Entsprechend ging auf deutschen Straßen der Anteil der Autos mit Benzinmotoren zurück, die aber weiter dominieren. Nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) waren zu Jahresbeginn 20 Prozent aller Autos in Deutschland Diesel-Fahrzeuge (9,1 Millionen).

2004 hatte der Anteil erst 18,4 Prozent betragen, im Jahr 2000 rund 13,5 Prozent. Die Debatte um Rußpartikelfilter und Fahrverbote in Städten bremste die Diesel-Nachfrage bei den Neuzulassungen laut Kraftfahrt-Bundesamt im Juni und Juli. So gingen im Juli die Diesel- Neuzulassungen um 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück. "Im August hat der Diesel-Anteil nach zwei ruhigeren Monaten wieder nahezu 40 Prozent erreicht", berichtete der VDA. Die Strategie des "sauberen Diesel" mit Partikelfiltern zahle sich aus.

In Deutschland produzierte Autos werden laut VDA immer sparsamer im Verbrauch. Neufahrzeuge made in Germany verbrauchten derzeit durchschnittlich nur noch 6,8 Liter Kraftstoff, das seien zwei Liter weniger als zu Beginn der 90er Jahre, berichtete der Verband.

Gegenüber 1990 sei der Verbrauch um 25 Prozent gesunken. Damit hätten die deutschen Hersteller dazu beigetragen, die Kohlendioxid(CO2)- Emissionen des Verkehrs zwischen 1999 und 2003 um 15 Millionen Tonnen zu senken. Von den im Jahr 2004 neu zugelassenen Autos deutscher Hersteller benötige jedes zweite Fahrzeug weniger als 6,5 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer.

Der Export von Diesel-Autos hat laut Statistik im ersten Quartal eine Delle bekommen. Waren 2004 noch 44 Prozent aller exportierten Wagen aus Deutschland Autos mit Selbstzünder, so waren es zu Jahresbeginn 2005 nur noch 42 Prozent. Langfristig gesehen holte der Diesel aber auch im Export auf: 2003 lag der Diesel-Anteil an den Ausfuhren bei 39 Prozent. Die meisten der im ersten Quartal 2005 exportierten Wagen hatten Benzinmotoren mit einem Hubraum von 1,5 bis 3 Litern.

Auch beim Import hat der Diesel seit 2003 deutlich aufgeholt. In den ersten drei Monaten 2005 besaßen von den 400 000 importierten Neuwagen fast 36 Prozent einen Dieselmotor. Ein Jahr zuvor waren es erst 35 Prozent, 2003 nur 30 Prozent.

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