Neuwagenpreise
Mercedes kann am meisten verlangen

Mercedes kann auf dem deutschen Neuwagenmarkt die höchsten Preise durchsetzen. Aber auch die anderen großen Premiumhersteller haben zahlungsfreudige Kunden.
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Mercedes hat die zahlungswilligsten Neuwagenkunden. Laut einer Untersuchung der Universität Duisburg-Essen investierten Käufer im Schnitt 42.040 Euro in ein Pkw-Modell der Stuttgarter.

Auf Rang zwei folgt BMW; die Münchner konnten 41.252 Euro pro Fahrzeug verlangen. Deutlich abgeschlagen erreicht der dritte große Premiumanbieter, Audi, nur Rang drei: Die Kunden der Ingolstädter zahlten im Mittel 37.695 Euro.

Mit weiterem deutlichem Abstand reiht sich VW mit 24.389 Euro auf Platz vier ein. Auf dem fünften Rang folgt die Kleinwagenmarke Mini mit 23.079 Euro. Berücksichtigt wurden jeweils die Listenpreise inklusive Mehrwertsteuer, aber ohne aufpreispflichtige Extras.

Insgesamt sind die Basispreise der in Deutschland neu zugelassenen Pkw gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Im Schnitt über alle Marken lagen sie 2014 bei 27.189 Euro und damit um 2,3 Prozent höher als im Vorjahr.

Gegenüber dem Jahr 1980 hat sich der Neuwagenpreis damit mehr als verdreifacht. Damals wurden im Schnitt 8.420 Euro fällig. Allerdings auch nur 13 Prozent Mehrwertsteuer (statt 19).

Nach Ansicht von Institutsleiter Prof. Dudenhöffer wird der SUV-Trend und die Nachfrage nach immer PS-stärkeren und besser ausgestatteten Neuwagen auch in den nächsten Jahren anhalten, so dass die Neuwagenpreise auch in den nächsten Jahren weiter steigen werden.

Dass de Deutschen im vergangenen Jahr mehr Geld für den Autokauf ausgegeben, berichtet auch der neue „DAT-Report“, der aber im Durchschnitt sogar auf 28.330 Euro kommt, das sind 1.300 Euro mehr als im Vorjahr.

Der Durchschnittspreis eines Gebrauchtwagens ist der Auswertung zufolge eum 450 Euro auf 9.870 Euro gestiegen. Am meisten Geld ließen die Kunden mit 14.280 Euro im markengebundenen Autohaus, heißt es. Die hohen Preise erklärten sich auch durch den starken Anteil an Jahreswagen (elf Prozent). Im freien Handel wurden im Schnitt 8.940 Euro aufgerufen, im Privatmarkt waren es 6.200 Euro.

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