Nissans NV200-Projekte
Das Taxi der Zukunft fährt elektrisch

Nach New York nimmt der Nissan mit seinem NV200 den Taximarkt einer weiteren Weltmetropole ins Visier: Das für London typische "Black Cab" soll mit Spar-Diesel weiterrollen, bevor es zum Stromer wird.
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London/EnglandNach New York nimmt der Nissan NV200 nun den Taximarkt einer weiteren Weltmetropole ins Visier: Mit dem "NV200 London Taxi" hat Nissan eine neue Vision des künftigen Londoner "Black Cab" mit seinen 300.000 Passagiere pro Tag entwickelt. Das Fahrzeug wird im Vergleich zu aktuellen Taxi-Modellen deutlich weniger CO2 ausstoßen und damit eine wesentliche Forderung von Londons Bürgermeisters Boris Johnson nach höherer Luftqualität erfüllen. Zudem plant Nissan Tests mit dem rein elektrisch angetriebenen e-NV200.

Die Vorstellung des Nissan NV200 London Taxi begrüßen gleichermaßen Bürgermeister Johnson wie Behinderten-Verbänden und die einflussreiche Londoner Taxifahrer-Vereinigung. Nachdem die Taxiversion des NV200 bereits in Tokio enthüllt und als exklusives "Taxi of tomorrow" in New York ausgewählt wurde, ist London die nächste Station der globalen Nissan Vision für den privaten Transportdienstleistungssektor.

Nissan ist in der Londoner Taxi-Szene kein Unbekannter. Das legendäre LTI FX4 „Fairway" Black Cab trieb zwischen 1989 und 1997 ein 2,7-Liter-Dieselmotor von Nissan an.

Nissan hat das NV200 London Taxi von innen nach außen entwickelt, um Passagieren und Fahrern größtmöglichen Komfort in einem großzügig geschnittenen Innenraum zu bieten, insbesondere auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Zudem ist das Fahrzeug effizienter und umweltverträglicher als die aktuell eingesetzten "Black Cabs". Das neue Taxi basiert auf dem Kompakt-Van NV200, der seit seiner Markteinführung Ende 2009 in 40 Ländern mehr als 100 000 Kunden gefunden hat.

In der Version als London Taxi bietet der NV200 Platz für fünf Passagiere: Drei nehmen auf der Rückbank Platz, für zwei weitere Mitfahrer stehen herunterklappbare Sitze entgegen der Fahrtrichtung zur Verfügung. Die Rückbank ist verschiebbar. Das verleiht dem Laderaum Variabilität und schafft Raum für Rollstühle.

Der Beifahrersitz entfällt, hier lässt sich weiteres Gepäck unterbringen. Ein weiteres herausragendes Merkmal sind die seitlichen Schiebetüren, die einen besonders bequemen Ein- und Ausstieg erlauben. Zudem erhöhen sie die Sicherheit von Fußgängern, Radfahrern und anderen Verkehrsteilnehmern, weil die Türen nicht plötzlich zur Seite aufschwingen können. Ein Glasdach gibt den Blick nach oben frei.

Auch bei den Betriebskosten hat das NV200 London Taxi gegenüber den derzeit eingesetzten Fahrzeugen die Nase vorn. Das mit einem 1,5-Liter-Dieselmotor mit Sechsgang-Schaltgetriebe ausgerüstete Fahrzeug unterbietet mit einem Verbrauch von 53,3 Meilen pro Gallone (umgerechnet 5,3 Liter/100 km) die effizienteste Version des aktuellen Londoner Taxis TX4 um 50 Prozent. Der CO2-Ausstoß beläuft sich auf lediglich 138 g/km, während der TX4 209 g/km CO2 emittiert. Zudem weist das Nissan-Taxi erheblich niedrigere Stickoxid- und Partikelemissionen auf.

Einen noch größeren Einfluss auf die Verbesserung der Londoner Luftqualität hätte eine elektrische Version des London Taxi. Als Hersteller, der mit dem Nissan Leaf das erste vollelektrisch betriebene Familienfahrzeug eingeführt hat, würde Nissan seine Vorreiterrolle auf dem Gebiet der Elektromobilität mit einem rein elektrischen e-NV200 London Taxi unterstreichen. Dazu führt Nissan Gespräche mit allen Beteiligten über weitere Investitionen in die erforderliche Lade-Infrastruktur.

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