Off-Road im Oman
Mit dem Range Rover ab in die Wüste

Wenn Sie Ihren Range Rover nicht nur in verkehrsberuhigten Spielstraßen bewegen wollen, dann buchen Sie eine Reise in den Oman. Hier erwarten Sie drei Tage hemmungsloses Off-Road-Erlebnis - der ultimative Fahrspaß jenseits fester Straßen. Ein „Fahrbericht“.

Said fuchtelt. „Keep it moving“, quäkt es dazu aus dem Funk, „keep it moving!“ Das Auto steht über einem Abhang, der so steil nach unten geht, dass man im Stehen Gras fressen könnte, wenn es denn in der Wüste welches gäbe. Über dem Lenkrad nichts als die wuchtige Front des frisch überarbeiteten Range Rovers TDV8 und am Horizont die trügerisch schönen Sandberge der Wahiba-Wüste im Oman. Ach Said, du begnadeter Wüstendeuter im Dienste der Firma Land Rover, erspar es mir doch, ich kann mich doch nicht mit diesem tonnenschweren Luxusmobil in den Abgrund stürzen. „Go ahead“, keine Gnade, tönt das Funkgerät.

Der Wüstenguide Said aus Indien steht 200 Meter weiter unten und starrt auf das am Scheitelpunkt des Abhangs wippende Fahrzeug. Ein herrlicher Hang für Ski, für Snowboarder, für ..., aber doch nicht ... Der Gasfuß hat genug von den vollen Hosen seines Eigentümers, er macht sich selbstständig. Der Range Rover kippt und sinkt in den Sand. Jetzt nicht zu wenig Gas, haben uns die coolen Land-Rover-Profis eingebläut. Sonst verliert er die Spur. Ach ja, und wer zu viel gibt, den überholt sein eigenes Heck, oder wie? Es ist ein Wunder, ein technisches zwar, aber ein Wunder. Die Angst ist überwunden, der richtige Mittelwert gefunden, wir gleiten den Steilhang hinunter wie auf Schienen. „Mein Gott“, denkt man unten, von lautem „Well done“ empfangen, „mein Gott, ich kann Off-Road!“ Said weiß es besser, er hebt nur kurz den Daumen.

Land Rover kennt die Wünsche seiner Kunden: das ultimative Erlebnis jenseits der festgefügten Linien. Wer einen Range Rover hat, möchte damit eben nicht nur das behütete Hätschelkind standesgemäß um die Ecke in den Kindergarten chauffieren, sondern Gras, Schotter, Schnee und Sand unter den wuchtigen Reifen spüren. Steil soll es sein, rauf oder runter. Exotisch soll es sein, fern oder nah. Stylish soll es sein, vorher oder nachher.

Die Reise in den Oman und seine atemberaubend schöne Wüste ist neu im Programm der Land Rover Experience. Namibia, Kanada oder Argentinien gab’s schon, aber nicht die Wüste des riesigen arabischen Staates, der sich gerade anschickt, es seinen kleinen Nachbar-Scheichtümern Dubai und VAE an schwindelerregender Entwicklung gleichzutun.

Wer sich für diese Reise entscheidet, bekommt es stylish, steil und exotisch, aber wie! Er residiert im feudalen Chedi Hotel etwas außerhalb der gefräßig wachsenden Hauptstadt Maskat. Er darf blitzblank-neue Range Rovers fahren, deren Fahreigenschaften und Komfort mindestens den Laien verblüffen. Er hat das unvergleichliche Erlebnis einer Nacht in einem luxuriösen Camp mitten in der Wahiba-Wüste. Und – das Entscheidende – er darf hemmungslos off-road fahren.

Said und seine Kollegen haben die Autos um das Camp geparkt, die Nacht kommt schnell und erstaunlich kühl nach einem glutroten Sonnenuntergang, dienstbare Geister richten Drinks und ein arabisches Dinner, derweil sich alles um den nächsten Tag dreht. Es soll heftiger kommen, streuen die Land-Rover-Leute. Mehr Abhänge, steiler, schneller, Sand bis zum Abwinken. Und Steine, danach, wenn’s ins Gebirge geht, bis rauf auf 2 000 Meter, wenn der Range Rover wie eine Bergziege die nicht mal mit Wohlwollen Straßen zu nennenden Pfade erklimmt.

Die Gäste ziehen sich zurück in ihre exklusiven Zelte und träumen von der segensreichen Erfindung eines Vierrad-Antriebs oder dem Land-Rover-eigenen System „Terrain Response“, das dem Chauffeur die Wahl zwischen fünf Fahrprogrammen gestattet. Eines wird mir schon helfen, ist der letzte Gedanke vor dem Dahindämmern!

Die Wüste ist kein Langschläfer, sie ist früh dran, die Range Rover stehen in Reih und Glied, und Said ist bereit für die nächsten Gemeinheiten, die man sich jetzt so sehnlichst wünscht. Einen Tag „üben“, einen Tag „können“: Wenn’s nach diesem System geht, müsste „können“ anstehen. Forsch setzt sich die Autokarawane in Bewegung, passiert kleinere Herausforderungen mit einem müden Lächeln und wird übermütig.

Said kennt die Folgen, wenn man seine kurzen Hinweise, die aus dem Funkgerät quellen, ignoriert. „Keep it moving“, auch wenn du kein Gas geben möchtest, bleib drauf, sonst sinkst du ein. Ach was, ich kann’s doch! Aber es geht nichts mehr, der Range Rover steckt im Sand, die maliziös lächelnden Helfer schieben ihn zurück dahin, wo das Auto wieder Grip hat. Du hast noch eine Chance, heißt das. Das Wüstengefährt setzt sich in Bewegung, gewinnt an Speed, nimmt den Berg und die dahinter aufscheinende scharfe Kurve und kommt elegant neben dem Führungsfahrzeug zum Stehen.

Hat Said gerade anerkennend geblinzelt? Es war wohl eine Fata Morgana, wenn auch die einzige auf dieser Reise!

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