Off The Record
Oldies auf der Überholspur

Alt zu sein, kann auch Vorteile haben.

HB DÜSSELDORF. Ein bislang in der Öffentlichkeit wenig bekannter Versicherungsmakler aus Nordrhein-Westfalen rät Autofahrern zur Senkung ihrer Kosten, was in Zeiten rekordhoher Benzinpreise durchaus Sinn ergibt. Der Makler bietet einen ab 2006 gültigen neuen „supergünstigen Kfz-Versicherungssondertarif“. Das Ganze hat allerdings einen Haken: Der Versicherungsnehmer muss älter als 40 Jahre sein. Die Begründung für das „Schnäppchen-Angebot“ ist einleuchtend. Reife Herren im mittleren Alter seien eindeutig die besseren Autofahrer und verursachten wegen ihrer Ruhe, Umsicht und Gelassenheit weniger Schäden. Mit diesem tragenden Argument fiel es dem Makler offensichtlich leicht, eine renommierte Versicherungsgesellschaft für einen lukrativen Kfz-Tarif zu gewinnen. Man darf gespannt sein, wie viele „Oldie-Schumachers“ der Anbieter finden wird. ALTER SOLLTE auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt für Finanzdienstleister ein Plus darstellen. Viele Anzeichen sprechen dafür, dass sich unter den 53 Prozent jener deutscher Finanzmanager, die nach Angaben der Personalberatungsfirma Robert Half Management Resources aktiv auf Jobsuche sind, auch viele Damen und Herren „gehobenen“ Alters befinden. Diese Experten fühlen sich in ihrer jetzigen Position offensichtlich entweder nicht genügend geschätzt oder aber unterfordert. Auch der schnöde Mammon dürfte bei Wechselüberlegungen in der Szene eine Rolle spielen. Hedge-Fonds-Manager verdienen über die Gewinnbeteiligung zum Beispiel wesentlich mehr als Führungskräfte bei Banken. Dass im internationalen Vergleich deutlich weniger, nämlich nur 22 Prozent, der Finanzmanager einen neuen Job suchen, werten Fachleute als eindeutiges Indiz dafür, dass Deutschland die wirtschaftliche Talsohle inzwischen durchschritten hat. HB

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