Offroad-Optik ist oft nur Blendwerk
Ende im Gelände

Als Geländewagen werden viele Autos bezeichnet. Doch wenn es durch Matsch und Geröll geht, versagen die meisten schnell. Für echte Offroad-Einsätze taugen nur wenige Autos.
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Berlin/Limburg«Es ist vor allem die Optik», sagt Michael Arand. Der Pressesprecher bei Volkswagen macht keinen Hehl daraus, dass die Cross-Varianten, die der Wolfsburger Hersteller von den Modellen Golf Plus, Touran, Polo und bald wahrscheinlich auch Up anbietet, nicht wirklich fürs Gelände gemacht sind. «Es wird niemand versuchen, mit einem CrossPolo die Dakar zu gewinnen», sagt er. Es gehe neben der Ästhetik eher darum, dass Fahrer der Cross-Modelle «auf dem Feldweg ein besseres Gewissen» haben. Denn immerhin ist deren Bodenfreiheit um 15 Millimeter vergrößert.

Weitere Veränderungen betreffen in erster Linie Geschmack und Annehmlichkeiten. So haben die Cross-Autos aus Wolfsburg robustere, unlackierte Stoßfänger, Radhausverbreiterungen, eine Dachreling, Zusatzausstattung im Innenraum und einen angedeuteten Unterfahrschutz vorne und hinten. Kunden zahlen dafür zum Beispiel beim CrossGolf gegenüber einem Golf Plus mit gleicher Motorisierung 2.300 Euro mehr.

Für Nick Margetts haben die Pseudo-Geländewagen eine wichtige Funktion für Hersteller und Kunden. «Man hebt sich vom 08/15-Auto ab», sagt der Geschäftsführer der Marktforschungsfirma Jato Dynamics. «Die Hersteller suggerieren mit solchen Autos einen gewissen Lebensstil - nach dem Motto: Du bist so frei, du bist so ausdrucksvoll.» Vielen reiche die rustikale Optik völlig aus, ein Allradantrieb sei oft gar nicht erwünscht, weil teuer in der Anschaffung und kaum von praktischem Nutzen im Alltag.

Renault versuchte sich 2007 mit einer höhergelegten Variante des Scénic, die den Beinamen Conquest trug. Obwohl nur frontgetrieben, sei der Wagen «für Exkursionen auf Feldwegen und Schotterpisten gut gerüstet», hieß es damals in einer Pressemitteilung. Allerdings blieb der Scénic Conquest nur knapp zwei Jahre lang im Programm. Das rumänische Renault-Tochterunternehmen Dacia knüpfte 2009 mit dem Sandero in der Version Stepway nahtlos an. Der Startpreis für den rustikal beplankten Sandero liegt mit 9990 Euro exakt 100 Euro über dem identisch motorisierten Standardmodell mit 1,6-Liter-Benziner.

Wenn es um die Geländetauglichkeit geht, dürfen Kunden von dem Ende März eingeführten Passat Alltrack schon etwas mehr erwarten als von manch anderem Cross-Modell, obwohl auch dieser Wagen weit von den Offroad-Fähigkeiten eines Land Rover Defender, Toyota Land Cruiser oder Mitsubishi Pajero entfernt ist. Für mindestens 33 450 Euro gibt es den Passat mit drei Zentimetern mehr Bodenfreiheit, Unterfahrschutz an Front und Heck sowie ein um Offroad-Funktionen wie Bergabfahrhilfe erweitertes Stabilitätsprogramm. Für den Basisbenziner ist allerdings kein Allradantrieb erhältlich.

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  • DER UBER-SUV IST ABER DANN DOCH DER HUMMER H2, DER IN SACHEN STAERKE, KOMFORT, OPTIK UND KRAFT ALLE UEBERTRIFFT!!

  • "My car is my castle"

    In diesen fünf Worten liegt das Geheimnis des einzigartigen SUV-Fahrgefühls.

    SUV-Fans (oft Frauen) gefällt das krafvoll robuste und wehrhafte Design mit selbstbewusster raumfüllender Präsenz, das ihnen im Labyrinth des Stadtgedränges, in den Risiken verkehrsberuhigter Zonen, auf versperrter linker AB-Spur oder abseits eingefahrener Wege Macht und Kontrolle gibt:

    "In der Burg über dem Berg beherrsche ich das Geschehen".

    Es ist das "hoheitliche Fahrgefühl" aus Überlegenheit und
    Gelassenheitheit, das beim SUV-Fahren so fasziniert.

    BMW hat es beim X6, Range Rover beim Evoque optimal umgesetzt. Ein massiver Unterbau - der unbezwingbare Berg, darüber die uneinnehmbare Trutzburg mit Scheiben wie Schießscharten.

    Damit ist alles über das Phänomen SUV gesagt.

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