Oldtimer-Preisentwicklung
Atempause im Frühling        

Die Preisentwicklung für historische Autos hat sich jüngst beruhigt. Während Porsche und Ferrari weiter zulegen, fällt Aston Martin zurück. Doch die Wertanlage in "Garagengold" hält dem Vergleich mit Aktienindizes stand.
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BerlinDie Preisentwicklung für historische Automobile hat sich laut dem Marktbarometer HAGI-Top-Index im Mai beruhigt. Während klassische Porsche und Ferrari weiter zulegten, fielen die anderen Marken leicht zurück. Grund: Nach einigen seltenen Modellen, die in den vergangenen Jahren besonders gefragt waren, ging die Nachfrage zurück. 

Im Vergleich zum Vormonat gingen die Preise  von 50 repräsentativ ausgewählten historischen Automobilen im Mai 2012 um fast zwei Prozent zurück. Das weist der in Kooperation mit Handelsblatt Online von der Historic Automobile Group International (HAGI) entwickelte Index aus. Doch seit Jahresanfang stieg der HAGI-Top-Index immer noch um 5,7 Prozent und schlug sich damit weit aus besser als der S&P-Global 1200, der im gleichen Zeitraum um 0,3 Prozent zurückging und im Vergleich zum Vormonat fast neun Prozent verlor.
Während klassische Porsche (+ 0,74 Prozent) und Ferrari (+ 2,67 Prozent) im Mai unterschiedlich stark zulegten, wurde der Rückgang des HAGI-Top-Index durch alle anderen notierten Marken verursacht. So hat er ohne Porsche und Ferrari im Mai um 6,52 Prozent gegenüber dem Vormonat eingebüßt. Im Vergleich zum Jahresanfang ist auch er aber noch mit einem Zuwachs von zwei Prozent im Plus.

Einer der Gründe ist der deutliche Rückgang bei klassischen Modellen von Aston Martin aus den Fünfziger und frühen Sechziger Jahren. Dabei handelt es sich möglicherweise nur um eine technische Reaktion auf einem extrem kleinen Markt. In den vergangenen  Jahren hatten mehrere Sammler eben genau diese Modelle gesucht und waren bereit, extrem hohe Preise zu zahlen. Nachdem dieser Bedarf gedeckt scheint, ist die Nachfrage derzeit gering. Das gilt auch für den BMW 328, der einst die sportliche Markengeschichte der Marke begründete. Auch dort ist derzeit keine starke Nachfrage festzustellen. Vielleicht der richtige Zeitpunkt, einzusteigen?


Ganz anders sieht die Marktlage für den McLaren F1 aus, der seinerzeit mit einem BMW-12 Zylinder-Motor bestückt wurde. Bis zu 4,5 Millionen Euro werden derzeit für den Supersportwagens gezahlt, wenn es sich um einen der zwischen 1993 und 97 hergestellten 28 Rennfahrzeuge handelt. Ob es eine Auswirkung auf den Preis hat, wenn ein Kenner wie der Modeschöpfer und proflierte Sammler Ralph Lauren sich um ein Exemplar bemüht, ist allerdings nicht nachweisbar. Insgesamt wurden vom mit fast 400 km/h bis zum Jahr 2005 schnellsten zugelassenen Sportwagen nur 108 Exemplare gebaut.

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