Online-Auktion
Verkäufer dürfen keine leeren Versprechen machen

Anbieter im Internet müssen halten, was sie auf einem virtuellen Marktplatz versprechen, auch beim Autoverkauf. Machen sie falsche Angaben zum Fahrzeug, kann der Käufer sein Geld zurückfordern.

dpa/tmn OLDENBURG/BERLIN. Anbieter im Internet müssen halten, was sie auf einem virtuellen Marktplatz versprechen - auch beim Autoverkauf. Machen sie falsche Angaben zum Fahrzeug, kann der Käufer sein Geld zurückfordern.

Auch wenn beide Parteien später einen zusätzlichen Vertrag mit einer Vereinbarung wie "gekauft wie besichtigt" abgeschlossen haben, ist die Fahrzeugbeschreibung im Netz entscheidend. Dies geht aus einem Urteil des Amtsgerichts München (Aktenzeichen: 122 C 6 879/09) hervor, auf das die Verkehrsrechtsanwälte des Deutschen Anwaltvereins (DAV) in Berlin hinweisen.

In dem Fall hatte ein Mann bei einer Internetauktion einen Van erworben. Der angeblich mit Tempomat und Standheizung ausgestattete Wagen wurde dort außerdem als scheckheftgepflegt angepriesen - doch davon stimmte nichts. Der Käufer verlangte sein Geld zurück, die Verkäuferin weigerte sich. Sie verwies auf einen zweiten Kaufvertrag ohne detaillierte Fahrzeugbeschreibung. Darin hatte man sich kurz nach der Internetauktion wegen eines defekten Außenspiegels auf einen leicht reduzierten Preis geeinigt.

Das Gericht gab dem Kläger Recht: Aus dem neuen Vertrag gehe nicht hervor, dass er mit der mangelnden Ausstattung des Autos einverstanden gewesen sei. Außerdem gelte der Kaufvertrag, der zuvor durch den Auktionszuschlag im Internet zustande gekommen sei.

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