Opel Agila

Klein, aber fein

Hohes Dach, kurze Karosserie: Das ist der erste Eindruck, den der Opel Agila auf den Betrachter macht. Der kleine, wendige Gebrauchtwagen schneidet in den Gebrauchtwagen-Wertungen ebenfalls gut ab.
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Auch gebraucht erweist sich der Agila als sehr robust. Quelle: dpa

Auch gebraucht erweist sich der Agila als sehr robust.

(Foto: dpa)

BerlinDer Minivan Opel Agila ist die kleinste Baureihe der Rüsselsheimer Marke und keine schlechte Wahl für Autofahrer, die die Wendigkeit im Stadtverkehr mit vergleichsweise großzügigem Raumgefühl kombinieren möchten. Und auch in technischer Hinsicht spricht nichts gegen den mit dem Suzuki Splash baugleichen Wagen.

„Er macht wenig Ärger“, lautet das Fazit, das im „TÜV Report 2014“ über den Agila gezogen wird. Das Fahrwerk sei überdurchschnittlich solide, auch Rost sei kein Problem für den Kleinwagen - bis auf Korrosion am Tank des Agila A bei älteren Exemplaren. Überdurchschnittlich häufig auftretende Mängel sind selten, bei der Hauptuntersuchung (HU) wird beim Agila B allerdings vergleichsweise oft eine unzureichende Wirkung der Fußbremse ab dem Alter von fünf Jahren festgestellt.

Auch der ADAC stuft den Wagen positiv und nahezu frei von Mängeln ein. Bei Fahrzeugen bis Baujahr 2007 streikt demnach nur öfters mal die Benzinpumpe. Einen Rückruf habe es 2008 wegen fehlerhafter Abdeckungen des Beifahrerairbags gegeben.

Opel und Suzuki machen bereits seit der ersten Fahrzeuggeneration gemeinsame Sache: Schon der Agila A von 2000 war baugleich mit dem Minivan der japanischen Marke, der damals noch als Wagon R angeboten wurde. Mit dem Generationswechsel im Jahr 2008 benannte Suzuki das Auto in Splash um, Opel blieb bei der Bezeichnung Agila. In beiden Fällen wurde der Stil des Wagens neu ausgerichtet - vom Kleinwagen-Kasten zum um rund 20 Zentimeter auf 3,74 Meter gewachsenen, abgerundeten und leicht in der Höhe reduzierten Stadtflitzer, der nun weniger an einen Van erinnert.

Extremsparer sind auch alt noch teuer
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Benziner bis 5 Liter: VW Golf III

Wenn Sie ein preiswertes, aber dennoch sparsames Auto fahren wollen, könnte der Golf III einen Blick wert sein. Laut einer Statistik des Gebrauchtwagen-Portals AutoUncle gehört der 90er-Jahre-Golf zu den günstigsten und sparsamsten Benzinern.

Das Portal vergleicht mehr als 1,5 Millionen Gebrauchtwagenanzeigen von 19 Online-Portalen, darunter Mobile.de, Auto.de und AutoScout24.de. Die Auswertung zeigt: Mit einem Durchschnittspreis von gerade einmal 1.009 Euro und einem Normverbrauch von 4,1 Litern gehört der Golf III zu den wohl günstigsten Möglichkeiten, Auto zu fahren.

Wenn da nicht die Kosten für Versicherung und Reparaturen wären...

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Benziner bis 5 Liter: Suzuki Alto

Der Suzuki Alto (im Bild das Modell des Jahres 2009) taucht in einer aktuellen Statistik der Gebruahctwagen-Megasuche Autouncle.de gleich dreifach auf: Die vor 2004 gebauten Fahrzeuge kosten im Schnitt 1.936 Euro, Altos aus den Jahren 2004 bis 2008 rund 2.250 Euro – bei einem Verbrauch von jeweils 4,9 Litern.

Sparsamer wird es mit den ab 2009 gebauten Fahrzeugen, sie gönnen sich in der Norm nur noch 4,4 Liter, sind aber auch mit über 6.300 Euro in der Auswertung deutlich teurer.

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Benziner bis 6 Liter: Opel Corsa C

Eines der günstigsten Modelle zwischen fünf und sechs Litern Verbrauch ist der Opel Corsa der Baujahre 1994 bis 2001. Er wird laut AutoUncle im Internet bei 765 Angeboten im Schnitt mit 1.471 Euro gehandelt. Den Normverbrauch gab Opel zu seiner Zeit mit 5,7 Litern an.

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Benziner bis 6 Liter: VW Polo III

Wer ohne Marken-Vorlieben zum Gebrauchtwagenkauf schreitet, sollte eher zu dem Corsa greifen: Die dritte Generation des VW-Kleinwagens verbrauchte im Schnitt mit 5,8 Litern etwas mehr als der Opel. Zudem listet ihn AutoUncle mit 1.605 Euro bei vergleichbaren Baujahren. Dieses Modell wurde von 1995 bis 1999 gefertigt.

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Diesel bis 4 Liter: VW Lupo

Wer allerdings mehr auf den Verbrauch als auf den Preis achtet, kommt nicht an einem Diesel vorbei. Hier sind bei Kleinwagen Verbräuche von weniger als vier Litern drin. So auch beim VW Lupo, von dem sogar einst eine 3-Liter-Variante aufgelegt wurde.

Doch selbst ohne dieses Sparmodell kommt der kleine Wolfsburger auf einen Verbrauch von 3,7 Litern auf 100 Kilometern – bei einem Gebraucht-Preis von im Schnitt 2.572 Euro.

Aber: Da diesen Autos meist ein Rußpartikelfilter fehlt, bekommen sie höchstens eine gelbe Umweltplakette – und sind deshalb aus vielen Innenstädten verbannt.

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Diesel bis 4 Liter: Smart Fortwo

Der Kleinstwagen der Daimler-Tochter ist nicht nur ein Leichtgewicht, sondern sein 800-Kubik-Dreizylinder gehört auch zu den sparsameren Triebwerken. So kommt die erste Smart-Generation auf einen Verbrauch von 3,4 Litern. Die zwischen 1998 und 2004 gebauten Smarts werden noch mit 2.707 Euro gehandelt. Leider ist die Halbautomatik nervig, und der Motor klingt wie eine Nähmaschine.

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Diesel bis 4 Liter: Smart Fortwo

Hatten wir nicht gerade erst einen Smart? Richtig, doch das war die erste Generation. Die ab 2005 gebauten Fortwos vertrauen zwar auf den selben Motor mit 3,4 Litern Verbrauch, sind aber meist besser ausgestattet und in einem besseren Zustand als die älteren Smarts. Doch das schlägt sich auch im Preis nieder: Ein Smart der zweiten Baureihe wechselt laut AutoUncle.de für durchschnittlich 7.166 Euro den Besitzer – rund 4.500 Euro mehr als für einen alten Smart.

Wer ein Cabrio der zweiten Generation will, muss mit etwa 400 Euro Aufpreis rechnen. Geduld könnte sich rechnen: Auf weiter sinkende Preisen kann man wetten, wenn die neue Smart-Generation im Herbst an den Start geht ...

Mit Blick auf die Motorisierungen sind die beiden Autogas-Versionen der zweiten Modellgeneration mit 48 kW/65 PS starkem Dreizylinder und 63 kW/86 PS starkem Vierzylinder eine Besonderheit. Sie laufen wahlweise mit LPG und Benzin. Die reinen Benziner leisten je nach Generation und Baujahr 43 kW/58 PS bis 69 kW/84 PS. Der einzige Dieselmotor, mit dem der Agila A ausgeliefert wurde, kommt auf 51 kW/70 PS. Die zweite Generation fährt mit einem 55 kW/75 PS starken Selbstzünder, der aber 2010 aus dem Programm genommen wurde.

Ab einem Alter von zwei Jahren ist im Prinzip jeder Agila, der als Neuwagen aktuell mit maximal knapp 16 000 Euro in der Preisliste steht, für unter 10 000 Euro zu bekommen. Der Branchendienst Schwacke nennt für den Agila 1.2 Ecoflex Start/Stop-Edition mit 69 kW/94 PS von 2012 als Richtpreis 9650 Euro und geht dabei von einer durchschnittlichen Laufleistung von 25 850 Kilometern aus. Für rund 5750 Euro sollte ein Agila 1.0 Edition mit dem 48 kW/65 PS starkem Dreizylinder von 2008 aufzutreiben sein (62 250 Kilometer). Das leichte Auto als LPG-Version von 2010 führt Schwacke mit 6800 Euro. Etwa 6050 Euro kostet ein Agila 1.3 CDTI DPF Edition mit Dieselmotor von 2009 (91 500 Kilometer).

  • dpa
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