Opel Insignia Country Tourer
Lifestyle-Transport für Hüttenwirte

SUVs liegen zwar im Trend. Aber viele Kunden wollen die Variabilität eines Allrad-Kombis im dezenteren Look. In diese Nische fährt nun der Insignia Country Tourer. Gegen VWs Alltrack- und Country-Konkurrenz.
  • 0

DüsseldorfAller Anfang ist schwer. 1990 versuchte Volkswagen mit dem Golf Country eine neue Nische zu füllen. Auf Basis eines viertürigen Golf Syncro entwickelte der Autobauer eine Art Geländewagen "light": mit mehr Bodenfreiheit, Unterfahrschutz, robusten Anbauteilen und einem am Heck angebrachten Ersatzrad. Zu diesem Zeitpunkt war der kletterfähige Golf allerdings die Antwort auf eine Frage, die noch niemand gestellt hatte. Statt der erhofften 15.000 Einheiten gingen kaum 7.500 Exemplare an Kunden. Das Projekt gilt als Flop in der VW-Geschichte.

1999 startete Audi den nächsten Versuch. Mit dem A6 Allroad quattro hatten die Ingolstädter ein weit überzeugenderes Paket geschnürt. Sie verbanden die Kombi-Version der gehobenen Mittelklasse A6 mit Allradantrieb und einem höher gelegten Fahrwerk, beplankten das Auto mit kratzunempfindlichen Plastikteilen und schufen somit ein robustes Fahrzeug. Das identische Konzept hat inzwischen auch der Audi A4 adaptiert und bei Volkswagen tritt seit 2011 eine entsprechend ausgerüstete Version des Passat als Alltrack an.

Nun erweitert Opel das Angebot der "Abenteuer-Kombis". Der Beitrag der Rüsselsheimer zum Segment heißt offiziell "Insignia Country Tourer". Die Vielseitigkeit der Nutzung vom Geschäfts- über den Familienkombi bis zum König der Feldwege dokumentiert der Country Tourer schon rein äußerlich: mit einer um 20 Millimeter erhöhten Bodenfreiheit, ausgeprägten Verkleidungen für Front, Seiten und Radhäuser und einem angedeuteten Unterfahrschutz vorne und hinten.

Der serienmäßige Allradantrieb des Kombis ist ein technischer Leckerbissen. Der Antrieb kann die Kraft variabel im Extremfall komplett zu 100 Prozent auf eine der beiden Achsen übertragen. Dafür sorgt eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung nach dem sogenannten "Haldex-Prinzip" und ein elektronisches Sperrdifferential.

Das Differential an der Hinterachse ist ebenfalls dank seiner elektronischen Steuerung in der Lage, Antriebskräfte variabel auf beide Räder zu verteilen. Steht das Auto mit drei Rädern auf blankem Eis, erfolgt der Vortrieb im Extremfall über das einzige verbleibende Rad mit Traktion.

Wer seine Kraft auf alle vier Räder optimal verteilen kann, darf beim Antrieb selbst ruhig ein wenig aus dem Vollen schöpfen. Der stärkste Benziner mobilisiert im Insignia Country Tourer 184 kW/250 PS. Die beiden Diesel treten mit 120 kW/163 PS und 143 kW/195 PS an. Start-Stopp-Automatik und LED-Tagfahrlicht gehören ebenso zur serienmäßigen Ausstattung wie Komfortdetails.

Schließlich soll der Insignia Country Tourer bei Opel nicht nur eine attraktive Nische füllen, sondern auch die Rolle des Flaggschiffs im Modell-Portfolio übernehmen. Die Preise beginnen für den Diesel mit 120 kW/163 PS und Sechsgang-Schaltgetriebe bei 36 990 Euro.

Kommentare zu " Opel Insignia Country Tourer: Lifestyle-Transport für Hüttenwirte"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%