Opel präsentiert in Paris den Astra GTC mit durchgehendem Glasdach
Ausblick wie in der Pilotenkanzel

Glas statt Blech: Immer mehr Automobilhersteller bieten für ihre Modelle großflächigen Dachverglasungen an. Neuster Clou: Die futuristische Scheiben-Dach-Glaskonstruktion des Opel Astra GTC. Erstmals erstreckt sich das Glasdach in einem Stück von der Motorhaube bis ins Dach .

BERLIN. „Weil kein Querholm den Blick einschränkt, genießen Fahrer und Beifahrer einen Ausblick wie in der Pilotenkanzel eines Sportflugzeugs“, beschreibt Matthias Hallik, Projektleiter bei Opel und geistiger Vater der innovativen Panorama- Frontscheibe den Effekt. Fahrten durchs Gebirge oder nachts durch eine hell erleuchtete Großstadt würden zu einem ganz besonderen Erlebnis, schwärmt der Opel-Entwicklungsingenieur.

Der Autobauer aus Rüsselsheim präsentiert den neuen Opel Astra GTC mit Panorama-Frontscheibensystem Ende September auf dem Pariser Automobilsalon. Über zwei Jahre arbeitete Hallik mit einem Team aus 20 Leuten an der Innovation. Gefertigt wird die Scheibe von American Glass Products (AGP) nach einem aufwendigen Verfahren in einem neuen Werk in Peru: Ihre Gestalt erhält die sechs Millimeter dicke Verbundscheibe aus Sicherheitsglas per Schwerkraft-Biegeverfahren. Dabei wird die zunächst plane Glasscheibe in einem Spezialofen punktuell so stark erhitzt, dass sie sich allein durch die Schwerkraft in eine vorgegebene Form legt.

Um bei Sonnenschein eine Aufheizung des Innenraums zu verhindern, besitzt die 1,50 Meter lange und 1,16 Meter breite Scheibe aus Solar-Protect-Glas eine Wärme absorbierende Außenschicht. Vor allzu intensiver Sonneneinstrahlung schützt zusätzlich ein ausgeklügeltes Beschattungssystem, inklusive ausklappbarere Sonnenblende, das sich stufenlos verstellen lässt.

Dass der Breitwandblick aus dem GTC-Cockpit keine Einbußen bei der Sicherheit und Stabilität bedeutet, hätten zahlreiche Crash-Simulationen und reale Tests gezeigt. Es seien keine nennenswerten Unterschiede zum Stahldach-Dreitürer festzustellen, sagt der Entwickler. Ähnlich positiv seien auch die Untersuchungen in Sachen Karosseriesteifigkeit verlaufen.

Immer mehr Fahrzeughersteller rüsten ihre Modelle mit großflächigen Dachverglasungen aus. Automobilhersteller wie Peugeot und Renault bieten bereits über die gesamte Produktpalette Panoramaglasdächer. Diese bestehen jedoch aus mehreren Scheiben, die durch Querstreben unterbrochen sind. Trendsetter in Deutschland ist Mercedes Menz, die von der A-Klasse bis zum SL alle Modelle auch mit großen Glasdächern anbieten – mit wachsendem Erfolg. Bei Sportcoupé entscheiden sich inzwischen 40 Prozent für ein Glasdach, beim SL sind es 30 Prozent und bei der E-Klasse sind es 12 Prozent. Nur bei der neuen CLS-Klasse, die in diesen Tagen zu den Händlern rollt, mussten die Stuttgarter passen. Als das innovative, viertürige Coupé vor einem Jahr zur IAA als Vision CLS zum ersten Mal gezeigt wurde, hatte es noch ein komplett verglastes Dach. In der Serie wurde der gläserne Traum allerdings nicht umgesetzt.

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