Opel verbessert sich Schritt für Schritt
Audi und BMW fahren Toyota davon

Die Autos des erfolgsverwöhnten japanischen Toyota-Konzerns haben einer Studie zufolge an Qualität eingebüßt. Die deutschen Hersteller haben dagegen ihre „Lektion“ gelernt. Die Tabelle hat zudem ein neues Schlusslicht.

HB HAMBURG. In dem von der Branche hier zu Lande viel beachteten Automarkenindex „AutoMarxX“ des Autoclubs ADAC rutschte Toyota auf Position fünf von zwei ab. Ausschlaggebend dafür sei eine schlechtere Bewertung in der Pannenstatistik, erläuterte der Leiter des Center Automotive Research (CAR), Ferdinand Dudenhöffer, am Freitag die Ergebnisse der Studie. An die Spitze der Bewertung setzte sich der Münchener Autobauer BMW, der den mit Qualitätsmängeln kämpfenden Erzrivalen aus Stuttgart, die Daimler-Chrysler-Nobelmarke Mercedes-Benz von Rang eins verdrängte. Den größten Sprung nach vorne - von Platz fünf auf zwei - machte der Ingolstädter Autobauer Audi, der sich diese Position jetzt mit Mercedes teilt.

Die international anerkannte jährliche Untersuchung der Unternehmensberatung J.D. Power hatte unlängst bereits deutliche Fortschritte der deutschen Autobauer beim Qualitätsimage bei US-Kunden festgestellt. Das Gelsenkirchener CAR-Institut bewertet die Qualität der Autohersteller und ihre Markenstärke im Rahmen des vom Automobilclub ADAC zwei Mal im Jahr veröffentlichten Automarkenindexes unter sechs Gesichtspunkten. Dabei fließen Angaben zu Marken-Image, Markt-Stärke, Kundenzufriedenheit, Fahrzeugqualität bis hin zur Trendstärke der Marke und wirtschaftliche Daten der Unternehmen in die Statistik ein. Außerdem wurden 300 000 Pannen ausgewertet.

Die Mittelwerte der Pannenstatistik zeigen, dass die Mehrheit der Autobauer die Qualität ihrer Fahrzeuge gegenüber der letzten Untersuchung im Dezember verbessert hat. Toyota verschlechterte sich leicht, wodurch der Qualitätsvorsprung zu den anderen Herstellern schmolz. Bei neuen Autos sei Toyota längst nicht mehr das Maß aller Dinge. „Und dies bei der größten Expansionswelle von Toyota in den Weltmärkten“, sagte Dudenhöffer. Dabei sei die jüngste Rückrufaktion von Toyota von 880 000 Geländewagen weltweit noch gar nicht in der Untersuchung enthalten. Die deutschen Hersteller hätten ihre „Lektion“ beim Thema Qualität gelernt, das sei inzwischen im Fahrzeugbestand zu spüren.

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