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Ostdeutsche Automobilindustrie setzt auf Flexibilität

Mit Flexibilität und Innovation will sich die ostdeutsche Automobilindustrie gegen die Konkurrenz aus dem Ausland wappnen.

HB FRANKFURT/MAIN. "Wenn es uns gelingt, flexibel auf die Anforderungen der Globalisierung zu reagieren, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen", sagt Mario Kirsten von der Wirtschaftsförderung Sachsen auf der IAA in Frankfurt. Dafür sei es dringend notwendig, nicht an starren Arbeitszeiten festzuhalten. "Um konkurrenzfähig und nicht austauschbar zu werden, müssen die neuen Bundesländer außerdem massiv in Forschung und Entwicklung investieren." Sachsen befinde sich mit rund 50 fachspezifischen Instituten und Forschungseinrichtungen in einer guten Ausgangslage.

Mit 60 000 Beschäftigten in etwa 450 Betrieben nimmt Sachsen die Spitzenposition in der ostdeutschen Autoindustrie ein, gefolgt von Thüringen mit 35 000 Mitarbeitern. Besonders die Ansiedlung westdeutschen Großkonzerne trug zum schnellen Wachstum der Branche bei. VW habe Anfang der 90er Jahre den Anfang gemacht, mit Porsche und BMW in Leipzig seien weitere "Leuchttürme" nach Sachsen gefolgt, erklärt Kirsten. 1992 eröffnete Opel sein Werk in Eisenach in Thüringen. DaimlerChrysler ist in Ludwigsfelde in Brandenburg ansässig. Davon profitierten die vielen hundert Zulieferer, die dem Verband der Automobilindustrie (VDA) zufolge etwa 40 % des Umsatzes der Branche in den neuen Ländern erwirtschaften.

"Die Automobilindustrie ist in Ostdeutschland zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor geworden", betont VDA-Präsident Bernd Gottschalk. In den vergangenen fünf Jahren sei der Umsatz in den neuen Ländern um 55 % auf rund zwölf Mrd. ? angestiegen - in Westdeutschland habe das Wachstum bei lediglich 36 % gelegen.

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