Parken
Besondere Sorgfalt beim Einfädeln vom Fahrbahnrand

HB BERLIN. Wer sich mit dem Auto nach dem Parken wieder in den fließenden Verkehr einfädeln will, muss besonders aufpassen. Darauf weist der Deutsche Anwaltverein unter Berufung auf einen Beschluss des Kammergerichts Berlin hin.

Den Angaben zufolge wollte ein Autofahrer aus einer Parklücke herausfahren. Eine Autofahrerin, die hinter ihm auf dem rechten Fahrbahnstreifen anhielt gab ihm Zeichen, dass sie ihm die Ausfahrt gestattet. Der Mann fuhr aus der Parklücke und stieß dabei mit einem Auto zusammen, welches das Fahrzeug der Fahrerin links überholt hatte und danach wieder auf die rechte Fahrspur eingeschert war.

Das Kammergericht war der Meinung, dass der Autofahrer beim Verlassen der Parklücke nicht die erforderliche äußerste Sorgfalt gewahrt habe. Deshalb sei er an dem Unfall allein schuld und hafte auch allein. Wer sich aus einer Parklücke in den fließenden Verkehr einfädele dürfe nicht darauf vertrauen, dass der rechte Fahrstreifen frei bleibe, sondern müsse stets mit einem Fahrstreifenwechsel anderer Verkehrsteilnehmer rechnen, erklärte das Gericht.

(Aktenzeichen: 12 U 202/05 Urteil vom 4. Januar 2006)

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