Peugeot Satelis II 300: Grand Tour de France mit 22 Pferdestärken

Peugeot Satelis II 300
Grand Tour de France mit 22 Pferdestärken

Agilität und Reisetauglichkeit zeichnen die Maxi-Roller der Baureihe "Satelis" des französischen Rollerherstellers Peugeot aus. Der nun überarbeitete 300er ist mit seinen 22 PS ein Muster an Sprintlust und Drehfreude.
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DüsseldorfAb sofort ist der modellgepflegte Satelis II als 300-ccm-Version für mindestens 4.999 Euro erhältlich. Im letzten Jahr hat Peugeot damit begonnen, die gesamte Modell-Familie in Punkto Optik, Technik und Ausstattung zu überarbeiten. Weltweit haben sich von der 125er- bis zur 500er-Motorisierung in den vergangenen sechs Jahren 60.000 Einheiten verkauft.

Im Vergleich zum Vorgänger fällt neben dem dynamischeren Äußeren vor allem die neuen Scheinwerfer ins Auge: Wie bei modernen Zweirädern üblich, umrahmt eine auffällige LED-Tagfahrlicht-Leiste die neuen Halogen-Doppelscheinwerfer. Zwei in die Haltegriffe am Heck integrierte LED-Leisten dienen als Rück- und Bremslicht.

Das Platznehmen geschieht dank des tiefen Mitteltunnels absolut problemlos und der untere Rücken findet sofort guten Halt an der Stufe des knackigen Polsters. Mit viel Platz für die Füße ergibt sich eine sehr aktive Fahrerintegration. Das gilt uneingeschränkt auch für das hintere Plätzchen, das jetzt 15 Millimeter tiefer als beim Vorgängermodell liegt und sehr entspannte Kniewinkel auf den ausklappbaren Soziusrasten bietet.

Das hohe Windschild liefert einen guten Wind- und Wetterschutz für normalgroße Passagiere. Das beleuchtete Staufach nimmt zwei vollwertige Integralhelme auf. Daneben schluckt ein abschließbares Fach in der Front eine 0,5-Liter-Flasche. Hier findet sich auch ein 12-Volt-Anschluss und eine mittige Ablage am Lenker für Handys oder Smartphones.

Als Antrieb kommt ein 278-ccm-Einzylindermotor mit 16 kW/22 PS zum Einsatz, der den Maxi-Roller kräftig beschleunigt. Der flüssigkeitsgekühlte Vierventiler ist ein Ausbund an Sprintlust und Drehfreude. Auch über Land bereitet der Motor mit seiner Durchzugskraft einen Riesenspaß, denn Überholmanöver absolviert der 300er äußerst souverän.

Auf der Autobahn schafft er eine Höchstgeschwindigkeit von 121 km/h. Dazu gibt sich der Einzylinder laufruhig und vibrationsarm. Der Benzin-Verbrauch hält sich dabei aber mit 4,3 Liter auf 100 Kilometer in Grenzen. Dank des 14 Liter fassenden Tanks ist eine Reichweite von rund 325 Kilometer ohne nachtanken möglich.

Dass der "Satelis II 300" so viel Freude bereitet, verdankt er auch den Fahrwerksmodifikationen, die ihn noch umgänglicher machen. Seine moderate Reifendimensionierung von 14 Zoll vorne und 13 Zoll hinten sorgt für eine ausgeprägte Handlichkeit, die ein 169 Kilo schwerer Touringroller mit 1,5-Meter-Radstand nicht vermuten lässt.

Schnell aufeinander folgende Kurvenkombinationen meistert er fast spielerisch. Ohne großen Kraftaufwand biegt der "Satelis" präzise in die Kurve ein. Eine hohe Stabilität ist sowohl bei Geradeausfahrt als auch in der Schräglage gegeben. Auch in der Stadt macht der Scooter dank des kleinen Wendekreises von 2,38 Meter eine gute Figur.

Den guten Fahreindruck vervollständigen die Bremsen, auch wenn wir nur die Variante ohne ABS testen konnten. In den später verfügbaren Versionen "Urban" und "Executive" kommt ein Kombi-ABS zum Mehrpreis von 450 Euro zum Einsatz. Doch auch die mit je einer Scheibenbremse vorn und hinten ausgestattete Brems-Anlage des Testrollers kann mit einem exakten und spürbaren Druckpunkt und guter Effektivität punkten.

Ein großes Plus des Satelis ist auch seine umfangreiche Ausstattung. Dazu zählen einklappbare asphärische Spiegel, die eine ausgezeichnete Rücksicht liefern und ein gut ablesbares Cockpit mit LCD-Bildschirm und zahlreichen vom rechten Lenkerende abrufbaren Informationen. Zudem bietet der "Satelis II 300" einen Regenschutz für die Sitzbank, der hinter einem Kläppchen an der Sitzbank-Vorderseite angebracht ist.

Technische Daten Peugeot Satelis II 300:

Automatikroller mit flüssigkeitsgekühltem Einzylinder-Viertakt-Motor, vier Ventile, Hubraum 278 ccm, Bohrung x Hub: 75,0 x 63,0 mm, max. Leistung 16 kW/22 PS bei 7 250 U/min, max. Drehmoment 22 Nm bei 6.000 U/min, elektronische Kraftstoffeinspritzung, geregelter Katalysator, CVT-Automatikgetriebe, Stahlrohr-Rahmen, Teleskopgabel vorn, Triebsatzschwinge mit zwei Federbeinen hinten, je eine Scheibenbremse vorn und hinten, Reifen vorn 120/70-14, hinten 140/60-13, Sitzhöhe: 784 mm, Tankinhalt: 14 Liter, Leergewicht: 169 kg, Zuladung: 181 kg, Preis: 4.999 Euro

Kommentare zu " Peugeot Satelis II 300: Grand Tour de France mit 22 Pferdestärken"

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  • Es gibt auch noch teuere Roller ... . Allerdings greift bei allen Motorrädern und -rollern der "Trick" nicht NEU zu kaufen, sondern einen Jahresroller zu erwerben. Nicht selten werden auch viele Exemplare auch von Werksangehörigen gefahren und gelangen mit wenig KM ebenfalls beim Händler. Diese sind dann merklich preiswerter.

    Na ja ... es gibt halt nur sehr... sehr ... wenige europäische Motorrad- und Rollerunternehmen. PEUGEOT ist, trotz eigener internen schweren Autokrise, noch ein Unternehmen, welches traditionell Roller fertigt. Sonst bleibt nur noch BMW. HONDA hat da ein Mischkonzept und baut den SH300i aber in Italien; auch dieser Roller kostet weit über 5000 Euro.

    Moderne Roller in der EU in Frankreich, Italien oder Deutschland zu bauen ... kostet. Bei BNW kostet der C650GT Roller mit allerdings satten 60PS über 10.000 Euro und soviel wie ein Kleinauto.

    5000 Euro bei PEUGEOT befinden sich da im "normalen" Umfeld.
    Für sehr Preissensible bieten sich sonst taiwanesische Roller wie KYMCO an, die auch den Motor für den BMW Roller fertigen.

    Wenn man aber ganz bewußt einen europäischen Roller kaufen möchte, ist der PEUGEOT schon eine gute Wahl.

  • Tja, wenn der Preis von 5000 nicht wäre, wäre es wohl interessant. So bleibt auch die nächste Wahl bei 4 Rädern mit Dach überm Kopf statt nur 2 ohne. Der Aufpreis dafür nur 40% aber fast 3x soviel PS.

    Was um alles in der Welt kostet bei so einem Roller ganze 1670 in der Herstellung?

  • Alles ist gut. Auch der niedrige Einstieg sorgt für Freude. Im Design ist auch Nichts kritisch. Bleibt nur die schwere Entscheidung: 3-Rad oder 2-Rad Roller.

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