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Peugeot und Citroën setzen auf sportliche Alternativantriebe

dpa PARIS. Mit sportlichen Modellen und alternativen Antriebstechniken wollen die französischen Autohersteller Peugeot und Citroën wieder in die Offensive kommen. Das sagte Markenchef Claude Satinet auf der Pariser Automesse.

2010 oder 2011 werde Citroën Diesel-Hybridmotoren auf den Markt bringen. Schon 2007 könnten in Europa Autos mit Flexfuel-Antriebe angeboten werden, die zu 85 Prozent mit Bioalkohol und zu 15 Prozent mit Benzin betankt werden. Stop+Start-Technik, die den Motor bei jedem Ampelhalt abstelle, habe Citroën schon heute im Angebot.

In Paris präsentierte Citroën das 4,7 Meter lange Renn-Coupé C- Métisse mit Diesel-Hybridantrieb und separaten Elektromotoren für jedes Hinterrad. Die Luxusauto-Studie mit Flügeltüren wird von dem 208-PS-Sechszylinder bis auf 250 Km/h beschleunigt. Sie setzt mit einem Verbrauch von 6,5 Litern Diesel und dem Ausstoß von 174 Gramm C02 je 100 Kilometer Maßstäbe im Umweltbereich, wird aber wohl so nie auf den Markt kommen.

Die Schwestermarke Peugeot setzt im Antriebsbereich auf die ganze Alternativpalette von der Brennstoffzelle über den HDI-Diesel mit Partikelfilter und den Elektroantrieb bis zum Hybridmotor. Ende des Jahrzehnts werde ein Hybridantrieb (HDI-Diesel plus Elektromotor) marktreif sein, hieß es. Gemeinsam mit dem französischen Kommissariat für Atomenergie (CEA) entwickelt Peugeot zudem eine neue Batterie für Brennstoffzellen-Antriebe.

Der Konzern PSA Peugeot-Citroën wird derzeit nur von Citroën gezogen, während die Marke Peugeot mit Absatzeinbußen kämpft. Vor Beginn der Automesse hatte der scheidende PSA-Chef Jean-Martin Folz einen Aktionsplan verkündet, der den Abbau von 10 000 der 210 000 Stellen 2006 vorsieht. Davon sind 60 Prozent bereits erfolgt. Die jährlichen Investitionen werden von drei auf 2,5 Mrd. Euro gekürzt. Dennoch will PSA bis 2009 sechs neue Modelle vom Geländewagen bis zum Cabrio herausbringen und neue Märkte in Russland und Fernost erschließen. PSA kam im ersten Halbjahr auf eine Marge von 2,4 Prozent. Der Marktanteil in Europa fiel in den ersten acht Monaten von 15 auf 13,8 Prozent und der Jahresabsatz dürfte bei 3,5 Mill. Autos verharren.

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