Polizeikontrolle: Standlicht kein Indiz für Alkoholisierung

Polizeikontrolle
Standlicht kein Indiz für Alkoholisierung

Auf einer gut beleuchteten Straße kann es schon einmal passieren, daß man Standlicht statt Abendlicht einschaltet. Das zumindest entschied das Landgericht in Potsdam, nachdem es, nach Anhalten eines alkoholisierten Fahrers, in einen Rechtsstreit verwickelt wurde.

HB BERLIN. Fahren nur mit Standlicht ist kein zwingender Beweis für alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit. Das entschied das Landgericht Potsdam in einem vom Deutschen Anwaltverein berichteten Rechtsstreit. In dem Fall war ein Autofahrer von der Polizei angehalten worden. Eine Blutprobe ergab eine Blutalkoholkonzentration von 0,82 mg/g und darüber hinaus noch den Nachweis für Amphetamine.

Das Amtsgericht Brandenburg entzog dem Fahrer daraufhin den Führerschein, da er in alkoholbedingtem fahruntüchtigem Zustand mit seinem Auto gefahren sei. Er habe dabei Ausfallerscheinungen gezeigt, da er trotz Dunkelheit nur das Standlicht seines Wagens eingeschaltet habe.

Der Fahrer legte Beschwerde ein und hatte Erfolg: Das Landgericht Potsdam korrigierte die Vorinstanz. Das Einschalten des Standlichts statt des Abblendlichts sei ein Fahrfehler, der auch nüchternen Fahrern, insbesondere auf gut beleuchteten Straßen, passiere, erklärten die Richter. Nach dem ärztlichen Untersuchungsbericht waren bei dem Fahrer keinerlei andere Ausfallerscheinungen festzustellen.

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