Porsche
911 bald nur noch als Turbo

Der Sauger sagt Adieu: Porsche-Fans müssen sich auf einen Generationswechsel einstellen. Auf der IAA wird im September der 911er-Facelift stehen, den es ausschließlich mit Zwangsbeatmung geben wird.
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KapstadtDass der Porsche 911 mit dem kommenden Modelljahr seinen klassischen Saugmotor verlieren wird, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Jetzt gibt es gleichsam eine offizielle Bestätigung durch Porsche: Der Motorjournalist Jürgen Zöllter hat an einer Erprobungsfahrt des Herstellers teilgenommen, über die er in „Auto Bild“ berichtet.

Die Fotos zeigen eine weitgehend unveränderte Karosserieform; Retuschen wird es an Scheinwerfern und Rückleuchten geben, und auch die Front- und Heckschürze sowie die hintere Motorenklappe wurden neu gezeichnet.

Die beiden Auspuffrohre rücken weit in die Mitte, als gälte es, die Historie des 911 – die bis zum Volkswagen Käfer zurückreicht – zu unterstreichen. Ein kugelförmiges Modul in der Frontschürze weist auf Assistenzsysteme hin, derer es insgesamt mehr geben soll denn je: Berichtet wird unter anderem von einem Spurhalteassistenten, einer für einen ernsthaften Sportwagen durchaus ungewöhnlichen Option.

Unter dem Blech steckt in Zukunft bei den Einstiegsvarianten 911 Carrera und Carrera S ein Sechs-Zylinder-Boxermotor mit knapp 3,0 Litern Hubraum, der per Abgasturbolader zwangsbeatmet wird; die Modellbezeichnung Turbo bleibt dennoch den Spitzenversionen des 911 vorbehalten.

Bisher verfügte der 911 Carrera über einen 350 PS starken 3,4-Liter-Saugmotor, der Carrera S leistet 400 PS aus 3,8 Litern Hubraum. Das maximale Drehmoment wird von aktuell 390 bzw. 440 Newtonmetern auf glatte 500 Nm steigen, die schon bei 1.700 U/min anliegen – anstatt bei 5.500 bzw. 5.600 U/min, wie bei den auslaufenden Typen.

Damit dürfte der neue Motor eine schaltfaule Fahrweise ermöglichen; die Kehrseite, so Zöllter, ist der über 5.000 U/min nachlassende Schub. Und wer das Fahrzeug per Hinterachse in die Kurve eindrehen lassen möchte, sollte tunlichst darauf achten, den Ladedruck aufrechtzuerhalten.

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