Porsche 919: Vier Zylinder für 24 Stunden

Porsche 919
Vier Zylinder für 24 Stunden

Auch im Rennsport wird ein geringer Spritverbrauch immer wichtiger. Vor allem in der Le-Mans-Prototypenklasse. Porsche zeigt nun seinen Renner, der gegen Audis Diesel- und Toyotas Hybriderfahrung punkten soll.
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Mit dem Rennwagen 919 Hybrid feiert Porsche sein Comeback in der höchsten Liga des Langstreckenrennsports. Der nun auf dem Genfer Salon (bis 16. März) gezeigte Bolide soll mit kleinem Benziner und Hybridantrieb von einer Regeländerung in der Le-Mans-Prototypen-Klasse profitieren, die einem geringen Verbrauch nun den Vorzug vor bloßer Geschwindigkeit gibt.

Weil die pro Runde erlaubte Kraftstoffmenge in diesem Jahr weiter gesenkt wird, die Menge der nutzbaren Energie aus Hybridsystemen aber größer wird, haben sich die Stuttgarter für einen rund 500 PS starken 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner mit zwei Litern Hubraum und zusätzlichem Elektromotor entschieden.

Der benötigte Strom wird einerseits wie beim Sportwagen 918 durch Rekuperation der Bremsenergie, andererseits durch einen Elektrogenerator gewonnen, der die thermische Energie des Abgases nutzt. Gespeichert wird der Strom in einer Lithium-Ionen-Batterie. Da der E-Motor die Vorderachse antreibt, ist der 919 zeitweise mit Allradantrieb unterwegs.

Bei der WEC-Langstreckenmeisterschaft tritt der Porsche 919 in seiner Klasse (LMP1-H) gegen die Hybrid-Rennwagen Toyota TS040 mit V8-Benziner und Audi R18 E-Tron Quattro mit V6-Diesel an. Die Saison startet Mitte April im englischen Silverstone, Höhepunkt ist das 24-Stunden-Rennen Mitte Juni im französischen Le Mans.

Mit dem LMP1-Rennwagen kehrt Porsche nach 16 Jahren wieder in die Topklasse des Langstrecken-Rennsports zurück. Das Reglement in der höchsten Klasse der Le Mans-Prototypen schreibt den Herstellern den Einsatz von Hybridfahrzeugen vor. Zudem begrenzt es die Benzinmenge pro Runde sowie die elektrische Energie, die dem Fahrer als so genannter „Boost“ pro Runde zur Verfügung steht.
Am Ende gewinnt also das Team, das die maximal zur Verfügung stehende Energie pro Runde optimal nutzt.

„Bei der Entwicklung eines solch hocheffizienten Antriebs“, sagt Forschung und Entwicklungs-Vorstand Wolfgang Hatz, „mussten wir völlig neue Wege gehen. Doch schon heute wissen wir, dass diese neuen Ansätze zu weiteren Verbesserungen der gesamten Hybridtechnik in unseren Serienautomobilen führen wird.“

Im 919-Hybrid mit der Startnummer 14 wechseln sich Romain Dumas (FR), Neel Jani (CH) und Marc Lieb (DE) ab. Die Startnummer 20 teilen sich Timo Bernhard (DE), Brendon Hartley (NZ) und Mark Webber (AU).

Kommentare zu " Porsche 919: Vier Zylinder für 24 Stunden"

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  • Hoffentlich brennt der nicht auch so ab wie der GT3, lieber Herr Genial Piech.
    Porsche macht aktuell ziemlich dumme Sachen. Wenn nicht mal der Motorblock standhält, brauchts auch keine Spott- äh Sportwagen.

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