Porsche-Hybrid-Rennprojekt
It´s Martini-Time, again!

Porsche verschafft dem legendären Martini-Porsche ein Comeback - aber nicht auf der Rennstrecke, sondern für den normalen Straßenkunden. Der darf nicht knauserig sein, denn es geht um den stärksten Hybrid-Sportwagen.
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StuttgartSie sind legendär, die Rennwagen von Porsche im Martini-Look. Besonders in den 70er Jahren rasten die Martini-Porsche auf den Rennstrecken der ganzen Welt von Sieg zu Sieg. Sie gewannen die Targa-Florio, die Sportwagen-Weltmeisterschaft und Le Mans. Die Lackierung erlangte in dieser Zeit Kultstatus und hat diesen bis heute behalten.

Jetzt hat Porsche sich dieser Partnerschaft wieder besonnen und erneut einen Kooperationsvertrag mit dem italienischen Vermouth-Hersteller geschlossen. Besondere Autos benötigen schließlich besondere Anstrengungen. Exklusiv für den ab nächsten Jahr erhältlichen Porsche 918 Spyder wurde der Vertrag geschlossen. Aber anders als in den erfolgreichen Motorsportjahren des Konzerns ist die Zusammenarbeit auf die Straßenversion des neuen Überporsche beschränkt.

Der Porsche 918 Spyder ist wohl der stärkste Hybrid-Sportler aller Zeiten und soll darum noch eine Extraportion Aufmerksamkeit bekommen. Angetrieben wird der Superstar von einem V8-Triebwerk mit Turbolader, 4,6 Liter Hubraum mit 580 PS und zwei Elektromotoren, die zusammen eine Leistung von 231 PS aktivieren, die Systemleistung beträgt 770 PS - in der Straßenversion wohlgemerkt. Mit den Elektromotoren kann der 918 Spyder bis zu 25 Kilometer rein elektrisch und bis zu 150 km/h schnell fahren.

Dies ist aber kein Vergleich, betrachtet man das wahre Potential, das in diesem Boliden steckt. Porsche gibt eine Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h an und verspricht eine Beschleunigung auf 100 km/h in 3,0 Sekunden. Die 300-km/h-Marke soll zudem bereits nach nur 27 Sekunden erreicht werden. Übertragen wird die Kraft über ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe auf alle vier Räder.

Und an der Tankstelle kommt zumindest nach den Norm-Messungen eitel Sonnenschein bei dem Besitzer des Zweisitzers auf: Er soll mit lächerlichen drei Litern Super auskommen und der CO2-Ausstoß bei gerade 70 g/km liegen. Doch dafür muss der Kunde für den wohl stärksten Vollhybrid auch eine gewaltige Summe auf den Tische des Hauses packen. Rund 770 000 Euro werden fällig.

Supersportwagen werden gebaut, um extreme Sportlichkeit unter Beweis zu stellen. Dies wird Porsche mit dem 918 Spyder sicher gelingen und der einmal investierte Preis wird sicherlich wie bei all solchen Fahrzeugen eine lohnende Geldanlage sein. Auch die Zeichen, die Porsche mit seiner Vollhybrid-Technik setzen will, sind aller Ehren Wert. Wer sich aber ein solches Auto kauft und jemals in seinem Leben den angegebenen Durchschnittverbrauch auch noch erzielt, hat so ein Auto einfach nicht verdient.

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