Porsche und VW stehen vor Kooperation
Die Kraft der zwei Herzen

Die Rekordpreise an den Zapfsäulen sind das beste Argument für eine Technologie, die bei vielen Herstellern oben auf der Agenda steht: Der Hybridantrieb, die Kombination von Benzin- beziehungsweise Diesel- und Elektromotor, drängt aus der Nische in den Massenmarkt.

HB FRANKFURT. Nicht nur die Experten favorisieren den Antrieb, auch die Autoindustrie ist aktiv: Kurz vor der IAA teilte BMW mit, dass sich die Bayern in die Hybrid-Kooperation von Daimler-Chrysler und GM einklinken, zwei Tage vorher verkündeten Continental und ZF Friedrichshafen eine Kooperation, aus der bereits 2007 serienfähige Produkte entstehen sollen: "Der Trend geht zum Hybrid", ist sich Karl Thomas Neumann, Geschäftsführer von Continental Automotive System sicher.

Platzhirsch bei der neuen Technik ist der japanische Hersteller Toyota, gefolgt vom einheimischen Konkurrenten Honda. Beide bieten seit Jahren Hybrid-Autos an, die europäische und amerikanische Konkurrenz läuft hinterher. Auf der IAA werden auch deutsche Hersteller Hybrid-Modelle zeigen, teilweise schon sehr nah an der Serienreife. "Bei den aktuellen Spritpreisen sind Investitionen in Hybrid-Technologie interessanter, weil sie sich schneller amortisieren", sagt Philipp Rosengarten vom Marktforschungsinstitut Global Insight.

Neben dem Hybrid-Trio Daimler, GM und BMW bahnt sich auch eine enge Zusammenarbeit zwischen dem VW-Konzern und Porsche an. Der Autobauer Audi wird gemeinsam mit seiner Mutter Volkswagen und Porsche ein Hybrid-Fahrzeug entwickeln. Das kündigte Audi-Chef Martin Winterkorn am Montag am Rande der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt an. Audi werde bereits an diesem Tag seinen neuen kompakten Geländewagen Q7 als Hybrid-Variante vorstellen, sagte Winterkorn.

Die gemeinsame Zusammenarbeit laufe bereits seit geraumer Zeit, ein fester Vertrag oder eine Absichtserklärung sei aber noch nicht unterzeichnet worden. Winterkorn deutete an, dass Audi bei der Zusammenarbeit die Federführung haben könnte. Bei der Kooperation mit VW und Porsche setze der Konzern nicht nur auf die Kompetenz der drei Marken, "sondern auch auf die Kompetenz unserer Zulieferer". So würden die Ingolstädter etwa den für den Hybrid benötigten Elektromotor nicht selber entwickeln. Eine Serienfertigung des Q7-Hybrid stellte Winterkorn ab dem Jahr 2008 in Aussicht. Ob auch andere Konzernmodelle als Hybrid-Fahrzeug folgen könnten, ließ der Manager zunächst offen: "Warten wir doch erst einmal den Bedarf ab."

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