Preiskampf der Anbieter
KFZ-Versicherungen dürften billiger werden

Angesichts eines heftigen Preiswettbewerbs stellen sich die deutschen Autoversicherer erstmals seit 2000 wieder auf einen Beitrags- und Ergebnisrückgang ein. Autofahrer können dadurch auf Entlastung hoffen.

HB BERLIN. Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) erwartet, dass die Einnahmen aus der KFZ-Versicherung in diesem Jahr um 400 Mill. € auf dann noch 22 Mrd. € sinken. Der jährliche Durchschnittsbeitrag für eine Autoversicherung geht vermutlich von 229 auf 224 € zurück, wie der GDV am Montag in Berlin mitteilte.

Der Preiskampf war vergangenes Jahr durch den Marktführer Allianz in Gang gebracht worden. In der Folge setzten dann auch andere Versicherer ihre Beitragssätze herab. Für September hat die Allianz nun angekündigt, die Preise für bestimmte Versicherungen abermals zu senken. Insgesamt gibt es in Deutschland 98,4 Mill. Autoversicherungen. Die KFZ-Versicherung ist für die Branche ein besonders wichtiges Produkt, weil damit neue Kunden gewonnen werden können, die dann auch andere Versicherungen angeboten bekommen.

Alles in allem erwarten die Schadens- und Unfallversicherer Einnahmen von 55 Mrd. €. Im Vergleich zum Vorjahr würde dies einen Rückgang um 300 Mill. € bedeuten, den ersten seit dem Jahr 2000. Außer den KFZ-Versicherungen (Haftpflicht, Vollkasko, Teilkasko) gehören dazu beispielsweise auch allgemeine Haftpflicht- sowie Sach-, Kredit-, Rechtsschutz- und Unfallversicherungen. Dabei werden auch in der industriellen Sachversicherung geringere Einnahmen erwartet (3,9 Milliarden, minus 300 Millionen).

Durch höhere Einnahmen vor allem bei Sach-, Unfall- und Haftpflichtversicherungen wird für die Branche aber trotzdem erneut ein Milliardengewinn übrig bleiben. Der GDV rechnet mit einem versicherungstechnischen Überschuss von 4,4 Mrd. €. Im vergangenen Jahr waren es fünf Milliarden.

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