Problem: Motorräume sind bereits mit Technik vollgestopft
Standheizung im Auto nachrüsten

Zugefrorene Scheiben gehören für viele Autofahrer zu den lästigen Begleiterscheinungen des Winters. Eine Standheizung kann ein sinnvolles Nachrüstzubehör sein.

dpa/gms HANNOVER/ESSLINGEN. Per Zeitschaltuhr sorgt sie automatisch für eisfreie Scheiben und einen vorgewärmten Innenraum. Bei den Nachrüst-Heizsystemen gibt es laut Bert Korporal vom TÜV Nord in Hannover drei Typen: am Motorblock montierte Heizstäbe, die an eine Steckdose angeschlossen werden und das Kühlwasser elektrisch vorwärmen, Standheizungen, die mit einem aus dem Kraftstofftank gespeisten Brenner arbeiten und ebenfalls das Kühlwasser erwärmen, sowie Heizungen, die Warmluft direkt ins Wageninnere blasen.

Die Brenner-Heizungen hält Korporal für die „elegantere“ Lösung: „Damit ist man nicht auf eine Steckdose angewiesen.“ Über den Wärmetauscher gelangt die Wärme ins Lüftungs- und Heizungssystem und so ins Innere des Fahrzeugs, denn die per Zeitschaltuhr programmierbaren Standheizungen schalten auch das Gebläse mit ein. Wie bei den Heizstäben entfallen durch den vorgewärmten Motor Kaltstart und Warmlaufphase. Durch den vorgewärmten Innenraum sind die vereisten Scheiben zudem schon beim Einsteigen abgetaut.

Standheizungen, wie sie der Zulieferer Eberspächer aus Esslingen (Baden-Württemberg) anbietet, sind ohne Montage ab 740 Euro zu haben. Beim Konkurrenten Webasto aus Stockdorf (Bayern) kosten sie ohne Einbau ab 698 Euro. Grundsätzlich seien die Geräte für alle Fahrzeuge geeignet, sagt Klaus Teubner, Pressesprecher von Eberspächer.

Probleme beim nachträglichen Einbau bereitet auch nach den Erfahrungen von TÜV-Experte Korporal lediglich die Einbaulage: Die Motorräume moderner Fahrzeuge seien derart mit Technik vollgestopft, dass für zusätzliche Aggregate kaum Platz bleibt. Vor dem Kauf sollten sich Autofahrer daher beraten lassen, ob sich das Gerät noch im Fahrzeug unterbringen lässt.

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