Prototyp bringt nur 800 Kilogramm auf die Waage
Mindset will bis 2009 alltagstaugliches Elektroauto bauen

Ein voll alltagstaugliches Elektroauto will die Schweizer Firma Mindset bis zum Jahr 2009 auf den Markt bringen. Das alternative Fahrzeugkonzept soll sich von bisherigen Elektromobilen sowie von herkömmlichen Hybrid-Fahrzeugen unterscheiden.

dpa/tmn ST. NIKLAUSEN. Aus diesem Grund wurde für das umweltfreundliche Fahrzeug ein besonderer Ansatz gewählt, wie das Unternehmen in St. Niklausen mitteilt: Das 2+2-sitzige Coupé wurde von Grund auf in Leichtbauweise konstruiert. Außerdem wurde viel Wert auf das Design gelegt.

Durch die Verwendung einer Aluminium-Spaceframe-Konstruktion und Verbundwerkstoffe soll sich gegenüber einer herkömmlichen Bauart eine Gewichtseinsparung von 30 Prozent ergeben. Der Prototyp bringt daher nur 800 Kilogramm auf die Waage. Besonders schmale, große und hinten freilaufende Speichenräder, kurze Karosserieüberhänge sowie eine steile Frontscheibe, eine sich nach hinten neigende Dachlinie und ein betont steiler Heckabschluss machen das Mindset-Auto zum Hingucker. Mit einer Länge von 4,20 Metern und einem Radstand von 2,76 Metern hat es dabei durchaus Kompaktklasse-Format.

Als Antrieb dient ein 70 kW/95 PS starker Elektromotor, der auf die Vorderräder wirkt und von einer modernen Lithium-Ionen-Batterie gespeist wird. Mit einem maximalen Drehmoment von 220 Newtonmetern beschleunigt er den schmalen Zweitürer in sieben Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit ist laut Mindset auf 140 Stundenkilometer (km/h) begrenzt. Die Reichweite beträgt rund 100 Kilometer. Zum Nachladen der Batterie auf längeren Strecken dient als „Stromgenerator“ ein 18 kW/24 PS starker Zweizylinder-Benzinmotor. Die Reichweite soll sich so auf 800 Kilometer erweitern lassen.

Im Elektromodus stößt das Auto lokal weder Schadstoffe noch Kohlendioxid aus. Im Hybrid-Modus erhöht sich der CO2-Ausstoß bis auf maximal 70 Gramm pro Kilometer. Um die Ökobilanz zu verbessern, ist außerdem ein System zur Rückgewinnung der Bremsenergie vorgesehen. Auch soll das E-Auto mit Solarzellen ausgestattet werden. Derzeit befindet sich das Projekt nach Angaben einer Firmensprecherin mit einem fahrbaren Versuchsträger noch im Konzeptstadium. Bis zum Herbst will das Entwicklerteam um den ehemaligen VW-Designchef Murat Günak zwei voll funktionsfähige Prototypen auf die Räder stellen. Die Markteinführung ist bereits für die zweite Hälfte 2009 geplant.

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