Raketen-Abwehr

So übersteht Ihr Auto die Silvesternacht

Vor der alljährlichen Silvesterknallerei bangen viele Autobesitzer um ihr Fahrzeug. Beachtet man jedoch ein paar einfache Regeln, fängt das neue Jahr auch für den fahrbaren Untersatz gut an.
  • Adele Moser
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  • Spotpress
Ratgeber: So übersteht das Auto Silvester - Raketen-Abwehr Quelle: Wagner

Silvesterfeuerwerk am Nachthimmel ist meist ein prächtiges Schauspiel. Für Autofahrer können Raketen und Böller aber auch negative Folgen haben.

Für manch einen beginnt das neue Jahr nicht nur mit einem Kater, sondern auch mit einer bösen Überraschung. Und zwar dann, wenn der morgendliche Blick aus dem Fenster nach der Silvesternacht Beschädigungen am Fahrzeug offenbart. Doch wer kommt für Brandflecken, abgeplatzten Lack oder Beulen durch Böller- oder Raketenabschüsse auf?

Erst einmal die gute Nachricht: Bei den im freien Verkauf erhältlichen Feuerwerkskörpern muss man sich laut ADAC keine großen Sorgen machen, sofern diese korrekt angewendet werden. Ausgebrannte Raketen, die aufs Auto fallen, richten in der Regel keine größeren Schäden an, auch nicht an Cabrio-Stoffverdecken.

Kritischer wird es, wenn Böller aus kurzer Entfernung direkt auf ein Auto abgefeuert werden. Entstehen dadurch Schäden, haftet der „Absender“ der Rakete. Meist kann dieser jedoch nicht mehr ausfindig gemacht werden und die Teilkaskoversicherung des Autobesitzers springt ein.

Was sich für Autofahrer 2015 ändert
Neuerungen für Autofahrer 2015 - Das ändert sich
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Kennzeichen mitnehmen

Ab dem 1. Januar entfällt die „Pflicht zur Umkennzeichnung von Fahrzeugen bei Umzug“. Innerhalb Deutschlands können Autofahrer bei einem Wohnortwechsel das Kennzeichen des vorherigen Wohnortes behalten. Erst bei einer Neuzulassung bekommt das Fahrzeug ein Kennzeichen des neuen Wohnortes.

Will man das online Auto abmelden, rubbelt man den Code auf dem Fahrzeugschein frei
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Auto online abmelden

Vereinfacht wird auch die künftige Abmeldung eines Fahrzeugs, die kann online erfolgen: Wer ab 2015 ein Auto anmeldet, erhält einen neuen Fahrzeugschein und kann sich damit bei einer künftigen Abmeldung den Gang zur Kfz-Zulassungsstelle sparen. Auf dem Kennzeichen und im Fahrzeugschein rubbelt man Felder frei. Die so sichtbar gewordenen Codes werden zur Abmeldung online eingegeben. Bis auch die Zulassung online erfolgen kann, dauert es noch ein Jahr.

Das Kurzzeitkennzeichen für Überführungs- oder Probefahrten bekommen bisher auch noch Fahrzeuge ohne gültige Kfz-Hauptuntersuchung - das wird sich am 1. April 2015 ändern. Foto: Markus Scholz
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Strengere Vorschriften für Kurzzeitkennzeichen

Ab 1. April werden Kurzzeitkennzeichen nur noch zugeteilt, wenn das Fahrzeug, das mit dem Übergangs-Nummernschild gefahren werden soll, einer gültigen Hauptuntersuchung oder einer Sicherheitsprüfung unterzogen worden ist. Ausnahme: Wenn die Fahrt direkt zur Zulassungsbehörde oder zur HU-Prüfung führt.

Privilegien für E-Autos: Das Elektromobilitätsgesetz (EmoG) soll im Februar 2015 in Kraft treten, es sieht reservierte Parkplätze an Ladestationen und weitere Sonderrechte wie die Benutzung von Busspuren vor. Foto: Andrea Warnecke
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Vorteile für Elektroautos

Ab Mitte 2015 sollen E-Autos Vorteile im Straßenverkehr erhalten, vorgesehen ist kostenloses Parken und die Nutzung von Busspuren. Wer sich ein Elektroauto kaufen möchte, sollte bis Dezember 2015 die zehnjährige Steuerfreiheit nutzen: Ab 2016 sind E-Fahrzeuge nur noch fünf Jahre von der Steuer befreit.

Selbstzünder werden sauberer: Die Abgasnorm Euro 6, die ab dem 1. September gilt, senkt den Stickoxid-Grenzwert für Dieselmotoren - von derzeit 180 auf 80 Milligramm pro Kilometer. Foto: Jan Woitas
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Strengere Grenzwerte

Vom 1. September 2015 an müssen Benzin- und Dieselmotoren der neu zugelassene Pkw die Grenzwerte der Schadstoffklasse Euro 6 erfüllen. Beim Dieselmotor sinkt die Grenze des Stickoxid-Ausstoßes im Vergleich zu Euro 5 um 50 Prozent auf 80 Milligramm pro Kilometer.

Blitz-Marathon
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Geblitzt werden durch Strecken-Radar

Niedersachsen testet ab dem Frühjahr auf dem Bundesstraße 6 bei Hannover eine neue Methode, Temposünder zu überführen. Bei diesem im Fachjargon „section control“ genannten Pilotprojekt wird die Geschwindigkeit auf längeren Streckenabschnitten gemessen, jedes Fahrzeug wird zu Beginn und am Ende der Radarstrecke erfasst, daraus berechnet sich das durchschnittlich gefahrene Tempo.

Nahverkehr
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Teureres Schwarzfahren

Wem die neuen Vorschrift das Autofahren verleiden, sollte beim Umstieg auf den ÖPNV aufpassen: Ab Januar wird das Schwarzfahren in Bussen und Bahnen um 50 Prozent teurer. Statt bislang 40 Euro werden dann 60 Euro Strafe fällig.

Auch Brand- und Explosionsschäden sowie kaputte Scheiben werden ersetzt. Wer eine Vollkasko hat, ist auch im Falle mutwilliger Beschädigung, sogenannten Vandalismusschäden, durch unbekannte Feuerwerkszünder abgesichert.

Ob absichtlich oder aus Versehen, damit das Auto zum Jahreswechsel nicht unter Beschuss gerät, sollte man sich vorher um einen sicheren Parkplatz kümmern. Denn den Wagen gedankenlos an Hauptstraßen oder Wohnsiedlungen abzustellen, könnte sich rächen. Am sichersten steht der Wagen natürlich überdacht, also in einer Garage, einem Parkhaus oder einem Carport. Wer so etwas nicht in der Nähe hat, sollte für diese Nacht wenigstens eine ruhige Seitenstraße wählen.

Aber Vorsicht: Wer meint, der Spuk ist nach der Silvesternacht überstanden, könnte irren. Vor der ersten Fahrt im neuen Jahr sollten Autofahrer sich auf jeden Fall noch einmal den Auspuff und die Reifen anschauen. Denn es kommt immer wieder vor, das vorbeiziehende Feierende nachts Knaller in Auspuffrohre stecken. Außerdem sollte man darauf achten, dass vor und hinter den Reifen keine Flaschen liegen, denn deren Scherben können die Pneus beim Losfahren nachhaltig beschädigen.

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