Rallyecross im Ssangyong Actyon
Glücklich im Dreck

Rallyecross boomt seit einigen Jahren. Mit dem SRX Cup bietet Ssangyong einen kostengünstigen Einstieg in die Welt dieses schmutzigen Vergnügens. Zeit, sich selbst hinter das Steuer zu klemmen und im Dreck zu spielen.
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Rallyecross ist ein schmutziger Sport: Staub, Matsch und Sand wechseln sich auf der Strecke ab. Oft wird mit Vollkontakt gefahren. Es gibt kurze Rennen mit Fahrern, die einen zerfetzten Kotflügel nicht scheuen, wenn sich damit ein Platz im Finale erkämpfen lässt.

Die Rennsport-Disziplin boomt seit einigen Jahren. In der Weltmeisterschaft kämpfen bekannte Namen wie Sebastien Loeb (neunfacher Rallye-Weltmeister), Matthias Ekström (DTM-Legende) oder Ken Block (Youtube- und Rallye-Star) in 600 PS starken Kompaktwagen gegeneinander, die selbst auf rutschigem Geläuf in unter zwei Sekunden auf Tempo 100 schießen.

Rallyecross ist ein Zuschauer-Sport. Es gibt an den Renntagen nur kurze Pausen zwischen den einzelnen Läufen, die Action kommt Schlag auf Schlag. Soziale Netzwerke wie Facebook und Youtube dienen anstelle von klassischen Fernsehsendern als Info-Quelle für eine jüngere Fan-Generation.

In dieser Umgebung versucht der koreanische Hersteller Ssangyong seit Anfang dieses Jahres nun, eine kostengünstige Einsteiger-Serie mit professionellem Umfeld zu schaffen. Im „SRX Cup“ treten je nach Auslastung bis zu zehn baugleiche Pick-ups vom Typ Ssangyong Actyon Sports gegeneinander an. Die für einen Rennwagen wahrlich ungewöhnlichen Fahrzeuge werden ihres Allradantriebes beraubt und dank 165 kW/225 PS, 500 Newtonmeter Diesel-Drehmoment und einer mechanischen Hinterachssperre zu echten Heckschleudern.

Im Innenraum wird mit Schalensitz, Hosenträgergurten, Überrollkäfig und Feuerlöschanlage Sicherheit geschaffen. Wer will, darf im SRX Cup sogar mit Beifahrer an den Start gehen und kann so beispielsweise mit einem Sponsor eine deutlich direktere Verbindung herstellen als von anderen Rennserien gewohnt.

Der vierte Lauf des SRX Cup führt das größtenteils mit Startern aus dem Benelux-Raum besetzte Teilnehmerfeld an den Estering in Buxtehude, 35 Kilometer südlich von Hamburg. Der Kurs wird unter anderem auch für die Rallyecross-Weltmeisterschaft genutzt und ist eine echte Traditionsstrecke. 60 Prozent Asphalt und 40 Prozent Schotter paaren sich mit blinden Kuppen, engen Kehren und einem unvergleichlichen Berg-und-Tal-Profil – alles auf nur 952 Meter Länge. Dazu kommt die „Joker Lap“, die alle Fahrer in jedem Rennen einmal durchfahren müssen – ein Stück Sandstrecke, die drei, vier Sekunden kostet, als taktisches Stilmittel dient und die Spannung im Rallyecross weiter erhöht.

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