Rasen im Beruf wird schnell zur teuren Angelegenheit - Nicht jede Sanktion muss hingenommen werden
Guter Rat kann den Führerschein retten

Hohes Bußgeld, Punkte in Flensburg und dazu noch ein Fahrverbot. Viele Manager und Vertriebsmitarbeiter kennen das Problem. Die Zeit drängt, das Meeting ruft - und dann plötzlich der rote Blitz.

KARLSRUHE. Flattert Wochen später der Bußgeldbescheid wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen in Haus, beschleicht so manchen Raser ein dumpfes Gefühl. So schnell ist man eigentlich dann doch nicht gefahren. Und in dem Anhörungsbogen, der einem zugeschickt wurde, hat man doch auch genau erklärt, wie wichtig der Termin war. Ein Fahrverbot könnte außerdem zu echten Schwierigkeiten im Job führen – schließlich ist man auf den fahrbaren Untersatz angewiesen.

Was also tun? Macht es Sinn, sich zu wehren und einen Rechtsanwalt einzuschalten? Oder sollte man besser zahlen und die ganze Geschichte auf sich beruhen lassen?

„Es gibt keine Regel, wann es sinnvoll ist, gegen einen Bußgeldbescheid wegen Verkehrsverstößen vorzugehen“, sagt der auf Verkehrsrecht spezialisierte Fachanwalt für Strafrecht Hans Jürgen Gebhardt aus Homburg. Das müsse jeder selbst nach seiner persönlichen Situation entscheiden. Ob er beispielsweise eine Weile ohne Führerschein auskommt oder ob dann der Job weg ist. Ob das dumpfe Gefühl so stark ist, dass sich der Gang zum Rechtsanwalt schon allein zur Abklärung lohnt – oder ob man einfach bezahlt und sich Besserung gelobt.

Doch eines sollte man sich nach Erfahrung des Präsidenten der Kölner Rechtsanwaltskammer Hubert W. van Bühren deutlich vor Augen halten: „Wer auf frischer Tat ertappt wird, hat keine Chance, wenn die Technik der Polizei in Ordnung ist.“

Und noch über ein weiteres sollten Schnellfahrer oder Falschparker sich im Klaren sein: Verkehrssachen können teuer werden. Denn der Fall kann bis vor die Gerichte gehen, mit allem, was dazu gehört – Zeugenvernehmung etwa oder auch Sachverständigen, die beauftragt werden müssen. „Man sollte daher unbedingt eine Rechtsschutzversicherung haben“, rät Anwalt van Bühren, um das Kostenrisiko zu minimieren. „Ansonsten hat es wohl keinen Sinn“.

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