Ratgeber: Schneeketten kaufen und montieren Steigeisen für die Räder

Autofahren kann im Winter zur Farce werden: Wenn es selbst mit Winterreifen nicht weitergeht, helfen nur noch Schneeketten. Doch welche Variante eignet sich am besten und wie montiert man diese?
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Ratgeber: Schneeketten kaufen und montieren - Steigeisen für die Räder Quelle: Suzuki
Ketten fühlen sich nur im tiefen Schnee wohl. Bei Eis fassen nackte Winterreifen besser.

Sobald die Schneeketten nicht mehr erforderlich sind, sollten sie abmontiert werden, sonst verschleißen sie zu schnell. Das kann unter Umständen schon nach wenigen hundert Metern der Fall sein.

Vorgeschrieben sind Schneeketten in Deutschland nur auf wenigen Straßen in bestimmten Wettersituationen. Doch bei viel Schnee und Steigungen geht ohne sie oft nichts. Gut, wenn man dann die passenden Exemplare dabei hat – und sie auch zu montieren weiß. Eine kleine Warenkunde und ein paar Tipps zur Montage.

Die gebräuchlichsten Schneeketten sind Seil-, Stahlring- oder Bügelketten sowie die so genannten Komfortketten. Seilketten sind mit Preisen ab 20 Euro pro Zweier-Satz generell relativ preisgünstig, aber vergleichsweise schwer zu montieren. Für Fahrzeuge mit Hinterradantrieb und entsprechend engen Radkästen eignen sie sich in der Regel nicht. Dort sind die teureren Bügelketten (zirka 100 bis 250 Euro) die erste Wahl. Sie schließen sich hinter dem Rad automatisch und müssen nicht von Hand verbunden werden.

Noch einfacher soll es mit sogenannten Komfortketten gehen. Diese werden vorne an den Radbolzen befestigt und ziehen sich dann beim Anfahren selbstständig über die Räder. Allerdings sind sie sehr teuer (ab zirka 300 Euro) und können in Sachen Traktion mit den klassischen Schneeketten nicht mithalten.

Egal welche Variante man wählt: Die Schneekette muss zur Dimension der Reifen passen. Die Größe steht immer auf der Verpackung. Wer trotzdem unsicher ist, kann den Händler fragen. Auch Internetportale von Schneekettenherstellern sind eine gute Informationsquelle.

Spezielle Normen für Schneeketten gibt es in Deutschland nicht. In Österreich hingegen müssen sie der Ö-Norm entsprechen. Zu erkennen ist das am entsprechenden Symbol, den ineinander geschachtelten Buchstaben Ö und N. Bei Markenprodukten ist die Zulassung selbstverständlich.

Sind die passenden Ketten gekauft, empfiehlt sich ein Montageversuch als Trockenübung in der Garage. Denn vor allem bei den klassischen Seilketten ist die Montage oft nicht einfach, insbesondere bei widrigen Witterungsverhältnissen oder Dunkelheit. Das Aufziehen der Kette wird umso schwieriger, je größer die Räder sind.

Generell empfiehlt es sich daher, im Winter die kleinste zulässige Reifendimension zu wählen. Hilfreich bei der Montage sind zudem Handschuhe und eine wasserfeste Matte; beides sollte neben den Schneeketten griffbereit im Kofferraum liegen.

Ketten fühlen sich übrigens nur im tiefen Schnee wohl. Bei Eis fassen nackte Winterreifen besser. Sobald die Schneeketten nicht mehr erforderlich sind, sollten sie abmontiert werden, sonst verschleißen sie zu schnell. Das kann unter Umständen schon nach wenigen hundert Metern der Fall sein. Später sollten die Ketten mit Wasser gereinigt, abgetrocknet und zum Schutz vor Korrosion etwas eingeölt werden. So sind sie im Notfall wieder schnell einsatzbereit.

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