Recht
Fahrzeughalter muss Wildunfall beweisen können

Ein Fahrzeughalter muss das Vorliegen eines Wildunfalls beweisen, damit er Geld von seiner Teilkaskoversicherung bekommt. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm hervor, über das die Fachzeitschrift „Recht und Schaden“ berichtet.

dpa/tmn HAMM/MüNCHEN. Ein Fahrzeughalter muss das Vorliegen eines Wildunfalls beweisen, damit er Geld von seiner Teilkaskoversicherung bekommt. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm hervor, über das die Fachzeitschrift "Recht und Schaden" berichtet.

Grundsätzlich zählt ein Wildunfall zu den klassischen Teilkasko-Leistungen. Lässt sich die Frage des Hergangs aber nicht klären, gehe das zulasten des Fahrzeughalters. Dann greife allenfalls eine möglicherweise bestehende Vollkaskoversicherung (Az.: 20 U 134/07).

Der Kläger wollte in dem Fall eine Prämienerhöhung vermeiden. Deshalb reichte er den Fall bei der Teilkasko ein. Der Mann war auf schneeglatter Fahrbahn gegen einen Baum gefahren. Er machte geltend, er sei einem Reh ausgewichen. Beweisen konnte er den Unfallhergang aber nicht. Daher weigerte sich die Teilkaskoversicherung, den Schaden zu regulieren. Das Gericht gab dem Unternehmen Recht: Der Kläger habe den Wildunfall nicht bewiesen. Die Richter machten allerdings auch deutlich, dass der Schutz der Vollkaskoversicherung davon unberührt bleibe.

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