Regelmäßig erstellte Monatsübersichten reichen aus
Gericht ist bei Fahrtenbuch großzügig

Das Finanzamt darf an das Führen eines Fahrtenbuchs zum Nachweis der betrieblichen Nutzung des Dienst-PKW keine übertriebenen Anforderungen stellen.

li DÜSSELDORF. Dies hat jetzt das Sächsische Finanzgericht entschieden. Es gab damit einem Geschäftsmann Recht, der mit dem Fahrtenbuch beweisen wollte, dass er den Wagen nur wenig privat fährt und deshalb weniger Steuern für diesen Vorteil zahlen muss.

Hintergrund ist die so genannte Ein-Prozent-Regel. Danach setzt das Finanzamt den steuerpflichtigen Vorteil der Privatnutzung pauschal mit einem Prozent des Neuwagenpreises an – es sei denn, der Besitzer weist eine geringere Nutzung durch Vorlage eines Fahrtenbuchs nach. Was ein „ordnungsgemäßes“ Fahrtenbuch ist, steht aber nicht ausdrücklich im Gesetz. Daher geriet der Geschäftsmann in Streit mit seinem Finanzamt. Er hatte tagtäglich zunächst die gefahrenen Kilometer auf einem Klebezettel notiert und sodann zeitnah die Abfahrts- und Ankunftszeiten von und zu seiner Wohnung, die Städte, in die er gefahren war, ein Stichwort zum Anlass der Reise sowie die an dem jeweiligen Tag insgesamt dienstlich und privat gefahrenen Kilometer in einer Monatsübersicht vermerkt.

Den Finanzrichtern reichte das. Auf eine Eintragung der Kilometerstände zu Beginn und Ende jeder einzelnen Fahrt verzichteten sie und stellte fest, dass für ein Fahrtenbuch regelmäßige Monatsübersichten genügten, bei denen nicht für jede einzelne Fahrt die Kilometerstände zu Beginn und Ende der Fahrt aufgeführt, sondern Tagesverhältnisse von betrieblich und privat gefahrenen Kilometern angegeben werden.

AZ: FG Sachsen: 2 K 1262/00

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