Reger Andrang beim „Caravan-Salon“
Reisemobil-Branche gibt sich zuversichtlich

Reger Besucherandrang hat am ersten Wochenende auf der weltgrößten Messe für mobile Freizeit in Düsseldorf geherrscht. Rund 55 000 Besucher hätten sich auf dem „Caravan-Salon“ über die diesjährigen Neuheiten bei Reisemobilen und Wohnwagen informiert, berichtete eine Messesprecherin am Sonntag.

HB DÜSSELDORF. Damit liegen die Besucherzahlen etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Bis zum 04. September rechnen die Veranstalter mit mehr als 150 000 Besuchern.

„Die Zahl der Menschen, die ihre Urlaubsträume mit Wohnwagen und Wohnmobil verwirklichen, hat in den letzten Jahren ständig zugenommen“, sagte Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) bei der Eröffnung der Messe am Samstag. Die Menschen schätzten die Flexibilität, Unabhängigkeit und Naturnähe eines Caravan-Urlaubs.

Branchenvertreter zogen zum Messeauftakt eine positive Bilanz des bisherigen Geschäfts in diesem Jahr. Der Umsatz mit Neufahrzeugen sei im ersten Halbjahr um 16,5 Prozent auf 1,53 Milliarden Euro gestiegen, berichtete der Caravaning Industrie Verband (CIVD).

Leicht rückläufig sei dagegen das Geschäft mit Gebrauchtfahrzeugen (minus 0,75 Prozent). Der Gesamtumsatz der Branche belief sich auf 2,65 Milliarden Euro (plus neun Prozent). Der Export von Reisemobilen nahm um fast ein Viertel auf über 9400 Fahrzeuge zu. Die Zahl der exportierten Wohnwagen stieg um gut ein Zehntel auf 25 500.

Die positive Branchen-Stimmung spiegelt sich auf dem diesjährigen „Caravan Salon“ wieder, der nach Angaben der Veranstalter mit einem Rekord an Ausstellern und Ausstellungsfläche aufwartet. Insgesamt zeigen über 530 Aussteller etwa 1550 Caravans und Reisemobile sowie Zubehör, Technik und Camping-Ausstattung.

Vor allem peppige und preisgünstige Fahrzeuge liegen im Trend, berichtete der CIVD. Immer mehr Deutsche schaffen sich lieber ein Wohnmobil als einen Wohnwagen an. Die Zahl der neu zugelassenen Wohnmobile stieg in den ersten sieben Monaten 2005 um 4,5 Prozent auf 16 200. Dagegen sanken die Neuzulassungen der Wohnwagen um 2,7 Prozent auf 16 600.

Zur Messe-Eröffnung kritisierte CIVD-Präsident Klaus Förtsch die Politik der Bundesregierung. Besitzer von Reisemobilen mit über 2,8 Tonnen Gesamtgewicht würden durch die Neuregelung der Kfz-Steuer stark belastet. „Statt 210 Euro würden zukünftig 1250 Euro zu zahlen sein“, sagte Förtsch. Eine solche Steuererhöhung von über 500 Prozent sei nicht gerechtfertigt.

Link:
»www.messe-duesseldorf.de/caravan

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