Rhein-Main-Gebiet droht Verkehrschaos: Für Bush-Besuch werden vier Autobahnen gesperrt

Rhein-Main-Gebiet droht Verkehrschaos
Für Bush-Besuch werden vier Autobahnen gesperrt

Im Rhein-Main-Gebiet droht zum Besuch von US-Präsident George W. Bush am 23. Februar ein Verkehrschaos. Die Behörden riefen daher die Bewohner der Region auf, ihr Auto wegen der zu erwartenden Straßensperrungen am besten stehen zu lassen.

HB MAINZ. „Jeder, der kann, sollte das Auto zu Hause lassen“, sagte die Staatssekretärin im hessischen Innenministerium, Oda Scheiblhuber, auf einer gemeinsamen Pressekonferenz der Behörden am Montag in Mainz. Auch der Transitverkehr solle die Region besser weiträumig umfahren. Zu einem kompletten Stillstand des Rhein-Main-Gebietes, das einer der wichtigsten Verkehrsknoten Deutschlands ist, werde es allerdings nicht kommen. „Wer seinen Arbeitsplatz erreichen muss, wird ihn bei entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen auch erreichen.“

Bush soll am 23. Februar gegen 10.00 Uhr auf dem größten deutschen Flughafen in Frankfurt landen, der dafür nach Angaben der Deutschen Flugsicherung etwa 20 Minuten komplett für alle anderen Flüge gesperrt wird. Bushs Frau Laura soll möglicherweise schon am Vortag anreisen und in Ramstein den größten US-Stützpunkt außerhalb der USA besuchen. Der Luftraum im Umkreis von 55 Kilometern um die rheinland-pfälzische Hauptstadt bleibt am 23. Februar für Privatflieger gesperrt.

Kampfflugzeuge der Bundeswehr stehen nach Angaben der Behörden bereit, um die Sicherheit des Präsidenten zu gewährleisten. Damit kommt erstmals das Luftsicherheitsgesetz zum Einsatz, dass bei bestimmten Bedrohungen auch den Abschuss verdächtiger Flugzeuge zulässt. Der Schiffsverkehr auf Rhein und Main wird ebenfalls den Tag über unterbrochen sein. Schiffsbesitzer der betroffenen Strecken müssen ihre Boote vorher wegfahren.

Die Sicherheitskräfte stünden mit dem Besuch Bushs vor einer größeren Herausforderung als bei allen früheren Besuchen auch von US-Präsidenten, erklärten die Behörden. Ursache sei, dass sich die Sicherheitslage durch die Anschläge vom 11. September 2001 und den Irak-Krieg grundlegend geändert habe und Bush der am meisten gefährdete Politiker der Welt sei. Zu weiteren Behinderungen dürfte es durch eine Demonstration mit voraussichtlich etwa 5 000 Teilnehmern kommen, die gegen den Bush-Besuch angemeldet worden sei. Mehrere tausend Polizisten sollen im Einsatz sein.

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