„RheinMobil“
Positive Zwischenbilanz im E-Mobilitäts-Projekt

Zwei Tonnen CO2-Einsparung auf 23.000 Kilometern: Das ist das Zwischenergebnis des Elektromobilitätsprojekt „RheinMobil“. Doch die Verantwortlichen bei den beteiligten Firmen wollen noch mehr erreichen.
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KarlsruheZu einer positiven ersten Zwischenbilanz kommt das Elektromobilitäts-Projekt „RheinMobil“ nach über 23.000 absolvierten Kilometern: Es wurden fast zwei Tonnen CO2 eingespart und die Fahrzeuge zeigen sich für den Pendlerverkehr sehr gut geeignet. Schnelles Laden ist eine wichtige Voraussetzung für Wirtschaftlichkeit, wie die Partner Michelin, Siemens, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) jetzt erklärten.

Seit Mai haben unter anderem Mitarbeiter der Michelin-Reifenwerke und von Siemens auf täglichen Fahrstrecken mit bis zu 360 Kilometern insgesamt 23.710 Kilometer mit rein elektrischem Antrieb zurückgelegt. Gerade der Pendlerverkehr eigne sich extrem gut für den Einsatz von elektrischen Fahrzeugen, wie die Koordinatoren des Projekts feststellen, denn er erfordere keine flächendeckende Infrastruktur an Lademöglichkeiten. Bei Einzelfahrstrecken zwischen 60 und 80 Kilometern reichen wenige feste Lademöglichkeiten. Somit sei auch die begrenzte Reichweite kein Hindernis und es gebe ausreichende Stillstandszeiten zum Laden ohne lästige Wartezeiten.

In einer weiteren Phase des Projekts wird eine noch höhere Auslastung der Fahrzeuge angestrebt, weil dies neben der Möglichkeit zur Schnellladung eine wesentliche Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit ist. Bei dem angestrebten Ziel von 3.000 Schnellladevorgängen pro Jahr könnten die Fahrgemeinschaften von drei Schichten bei Michelin das gleiche Fahrzeug nutzen. Derzeit sind zwei Fahrzeuge mit jeweils sieben Personen mit einer täglichen Fahrleistung von 320 Kilometern im Einsatz. Bei Siemens werden Dienstfahrten von Karlsruhe ins 70 Kilometer entfernt gelegene, elsässische Haguenau unternommen. Erstnutzer berichten durchweg positiv.

Das Projekt „RheinMobil“ ist eines von 40 Projekten im Schaufenster Elektromobilität Baden-Württemberg und wird mit knapp einer Million Euro vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gefördert. Insgesamt gibt es in Deutschland vier Regionen als „Schaufenster Elektromobilität“, die Fördermittel in Höhe von 180 Millionen Euro erhalten.

Kommentare zu " „RheinMobil“: Positive Zwischenbilanz im E-Mobilitäts-Projekt"

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  • Es wird auch Zeit, dass endlich auch Privatpersonen gefördert werden. Ausserdem müssen einheitliche Regelungen zu Parkplätzen für Elektroautos in die StVO. Habe selbt einen Nissan Leaf, es ist immer erstaunlich wie viele "Benzinfahrer" nicht lesen können bzw. nicht im entferntesten daran denken, das eine der zahlreichen Ladestationen im öffentlichen Raum auch tatsächlich genutzt werden. Die beste Infrastruktur nutzt immer nur etwas, wenn man sie auch benutzen kann. Ignorante Autofahrer gehören leider immer noch dazu. Geht in die Städte und schaut Euch um. Es ist immer sehr erfrischend wenn mich die Leute beim Anschließen des E Autos ansprechen. Nicht jedes E Auto sieht futuristisch aus und ist auf den ersten Blick als solches zu erkennen, ausser das der Auspuff fehlt und man sich wundert warum man einfach auf die Strasse läuft ohne zu schauen, denn man hat sich daran gewöhnt, dass ein Auto immer laut und schon aus 100 m Entfernung zu hören sein muss. Dem ist nicht mehr so.

  • An die beiden vorherigen Kommentare. Es zeigt sich, dass sie über wenig Chemiekenntnisse verfügen. Die Milchmädchenrechnung, die sie angestellt haben, ist leider völlig falsch. Bitte erst recherchieren, dann die Ergebnisse in Frage stellen...

  • dann mach die mal schlau, Moderne Autoakkus halten 10.000 Ladungen durch. Erst recherchieren dann meckern, und nicht anders rum. Ausserden empfehle ich dringend eine Testfahrt mit einem Elektroauto. Das sollte alle Fragen klären.

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