Rinspeed
Rollende Rucksäcke für den E-Smart

"Mobilität à la carte" nennt der Schweizer Auto-Visionär Frank Rinderknecht sein neues Fahrzeugkonzept. Es kombiniert einen Elektro-Smart mit rollfähigen Anhängseln für vielseitige Nutzungsmöglichkeiten.
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GenfSo wenig Ballast wie möglich mit sich herumschleppen ist sinnvoll. Diese ökonomische wie ökologische Einsicht demonstriert die Schweizer Tuningschmiede Rinspeed auf dem Genfer Automobilsalon (8. bis 18. März) mit ihrem Konzept-Car "Dock+Go". Als Basis dient ein Smart mit elektrischem Antrieb. Das Konzept sieht verschiedene "Rucksäcke" vor, die an den Winzling andocken. Das System ist für zwei und bei Bedarf auf drei Achsen gedacht.

Ihren Charme entwickelt die Idee durch leicht anzudockende einachsige "rollende Rucksäcke". Diese sogenannten "Packs" erfüllen ihre zugeordneten Aufgaben je nach momentanem Bedarf. Weder unbenötigter Platz noch überflüssiges Gewicht sollen mitgeführt werden. So entsteht "Mobilität à la carte". Die Basis des "Dock+Go" könnte jeder elektrifizierte Stadtflitzer sein. Die unterschiedliche "Packs" erhöhen die Flexibilität des E-Mobils.

Sie bieten Platz für Skibretter, das Golfbesteck, eine Pizza-Warmhaltebox, die Super Sound-Anlage oder anderes. Ein "Energy-Pack", entweder mit einem Range-Extender oder zusätzlichen Akkus bepackt, oder durch eine Brennstoffzelle befeuert, gewährleistet die entscheidenden Extra-Kilometer zu weiter entfernten Zielen.

Ebenso simpel wie clever an der Variante mit Verbrennungsmotor: Die angedockte dritte Achse treibt die mitlaufende zweite an und lädt dabei den bordeigenen Akku des Stadtflitzers wieder auf.

"Dock+Go" verleiht wie jede Rinspeed-Exzentrik zuvor der Genfer Messer Farbe und Kreativität in Gestalt eines pfiffigen Mobilitätskonzepts. Und wie bei allen Rinspeed-Kreationen der Vergangenheit leidet es an der eher geringen Chancen der Umsetzung.

Kommentare zu " Rinspeed: Rollende Rucksäcke für den E-Smart"

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  • Das Schöne an Rinspeed ist, dass er sich so herrlich ausleben kann. Würden nur die Autohersteller etwas "ein microbißchen" ebenfalls ausleben, kämen auch viel mehr Nischenprodukte zum Kunden. Leider ist die Wahl der Kunden aber eher auf Motoren, Autofarbe und die Farbe der Polster begrenzt. Die Kostenverantwortung in allen Ehren, aber ein bißchen mehr könnte man sich schon zutrauen. Vielleicht ist es auch der Preis der Massenfertigung und der standardisierten Lösungen, die trotzdem einen Anflug von Individualität zeigen sollen. Letzteres gelingt zwar schwierig, da die meisten Kunden immer wieder "silbermetallic oder schwarz(metallic)" als dominierende Farbe wählen, aber so ist es halt ... mainstream ist angesagt.

  • Tolle Idee, E-Smart und einen ordentlichen V12 zum Andocken für die Lang- oder die Rundstrecke!

  • Noch sinnvoller fände ich es, die Batteriekapazität auf diese oder ähnliche Weise dem persönlichen Bedarf anpassen zu können. Wer fährt schon mit einem Kleinwagen mehr als 50 km pro Tag und wenn, wie häufig?

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