Rinspeed Xchange: Wenn alle nur noch Beifahrer sind

Rinspeed Xchange
Wenn alle nur noch Beifahrer sind

Von außen sieht der Rinspeed Xchange aus wie eine normale Reiselimousine. Innen hat er mehr von der Business-Class eines Flugzeugs. Dort sollen sich die Passagiere entspannen, denn das Steuer übernimmt der Autopilot.
  • 0

Wenn Autos autonom fahren können, hat der Mensch hinter dem Steuer plötzlich ganz viel Zeit. Wie er diese besonders angenehm verbringen kann, schlägt nun der schweizerische Karosseriebauer Rinspeed in Form einer Fahrzeugstudie vor. Die Reiselimousine Xchange feiert auf dem Genfer Salon (6. bis 16. März) Premiere.

Äußerlich wirkt das Konzeptfahrzeug wie eine konventionelle, wenn auch sportlich gestaltete Reiselimousine. Kein Zufall, nutzt Rinspeed doch das E-Auto Tesla Model S als Grundfahrzeug. Innen hingegen entfaltet sich je nach Fahrerwunsch eine Wohnzimmer- oder Bürolandschaft.

Herzstück ist ein spezielles Gestühl, das nach dem Vorbild von Airline-Sitzen entwickelt wurde und sich vielfach verstellen, kippen und drehen lässt. Insgesamt sollen über 20 verschiedene Anordnungen möglich sein. Damit dabei das Lenkrad nicht stört, wird dieses elektrisch eingefahren.

Weil es statt einer nun mannigfache Sitzpositionen gibt, müssen auch die Instrumente und Bedieneinheiten variabel sein. Insgesamt stellen vier im Innenraum verteilte Bildschirme wichtige Informationen dort dar, wo sie am besten zu sehen sind. Die Steuerung aller Funktionen soll über Gesten funktionieren. Weiteres Highlight ist ein Panorama-Dach aus Plexiglas, das in den Farben des Regenbogens schillert.

Auf ihr Herkunftsland weist die Studie zudem mit einem automatischen Uhrenbeweger in Form einer Erdkugel der Manufaktur Carl F. Bucherer hin. Dieser setzt sich bei stehendem Fahrzeug in Bewegung und zieht Automatikuhren auf.

In Serie gebaut wird der Xchange nicht. Wie die anderen Genf-Studien von Rinspeed ist er eher ein visionäres Fingerspiel, das Anregungen für die Zukunft geben will. Im vergangenen Jahr hatten die Schweizer auf ihrer Heimatmesse einen nur 3,60 Meter langen Kleinbus für fünf Personen vorgestellt, der die Verkehrsprobleme in Großstädten mindern sollte.

Ein Jahr zuvor gab es einen elektrisch angetriebenen Smart zu sehen, der dank eines fugenlos andockbaren Anhängers mit Zusatzbatterie auch Langstrecken emissionsfrei zurücklegen kann. 2011 präsentierte man den aus nachwachsenden Rohstoffen gebauten Kleinwagen Bamboo, 2010 einen E-Kleinstwagen, der für den Transport per Bahn optimiert war.

Kommentare zu " Rinspeed Xchange: Wenn alle nur noch Beifahrer sind"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%