Rückkkehr in die DTM
BMW will angreifen

Mit der Rückkehr von BMW nach 20 Jahren Pause soll die Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) wieder durchstarten. Nicht nur wegen der "unbekannten Größe" BMW überwiegt eine Woche vor Saisonstart jedoch die Ungewissheit.
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Der Neuling will nicht nur hinterherfahren. Trotz 20 Jahren Unterbrechung will BMW bei seiner Rückkehr in das Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) gleich angreifen. „Wir haben eine Riesentradition, wir waren sehr erfolgreich und wollen so schnell wie möglich wieder daran anknüpfen. Wir sind supermotiviert“, sagte BMW-Motorsportchef Jens Marquardt am Sonntag bei der Saison-Präsentation in Wiesbaden.

Mit den Münchnern geht in der am kommenden Sonntag am Hockenheimring beginnenden DTM-Saison neben Audi und Mercedes-Benz erstmals wieder ein dritter Hersteller an den Start. „Ich freue mich sehr, ich hatte die Fragen nach dem dritten Hersteller satt“, sagte der Vorsitzende des Veranstalters ITR, Hans Werner Aufrecht. 49 Siege in acht Jahren stehen für BMW bislang in der Rennserie zu Buche, zuletzt ging BMW 1992 in der DTM an den Start.

Für den Erfolg jagten die Bayern der Konkurrenz Vorjahressieger Martin Tomczyk (Audi) und Bruno Spengler (Mercedes) ab. „Wir gehen alle ins Ungewisse, jeder Hersteller musste ein neues Auto bauen“, sagte Tomczyk. „Ich hoffe, dass wir auch mal 25 Punkte abräumen.“ Denn der Rennsieger erhält künftig gemäß dem an der Formel 1 orientierten neuen Punktesystem 25 Zähler.

Dass die Hersteller über den Winter gemeinsam auch noch ein ganz neues technisches Reglement erarbeiteten, das unter anderem Tankstopps untersagt, macht die kommende Saison für alle Beteiligten unberechenbar. „Das ist für uns alle ein Neuanfang“, sagte Mercedes-Pilot Ralf Schumacher. „Keiner weiß, wo er steht.“ Ralfs Bruder Michael Schumacher und sein Teamkollege Nico Rosberg hatten zuvor noch per Liveschaltung aus Bahrain gegrüßt.

Am kommenden Sonntag kommen die Formel-1-Piloten zum Saisonauftakt als Gäste an den Hockenheimring. „Das wird eine Hammerserie. Es wird sehr interessant, wer beim Auftakt der Schnellste sein wird, bestimmt der Stern“, sagte Mercedes-Pilot Rosberg. „Das wird der Start einer neuen Ära. Aber ich weiß nicht, ob der Stern der Schnellste sein wird“, sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug und stapelte tief.

Haugs Fahrer David Coulthard bat die Konkurrenz lieber schon einmal um Rücksicht. „Grüße an die jungen Fahrer von BMW und Audi. Bitte seid nett zu den älteren Fahrern“, meinte der 41 Jahre alte Schotte.

In Wiesbaden zeigten sich die Piloten beim Fanfest vor dem Kurhaus. Auch die neu entwickelten Rennwagen wurden präsentiert. Sie sind schneller, sicherer, aber auch kostengünstiger geworden. Künftig soll es wieder mehr Überholmanöver auf der Strecke geben.

„Es wird sicherlich spannender“, sagte der zweifache DTM-Champion Mattias Ekström (Audi). „Die DTM hat mit dem dritten Hersteller eine große und lange Zukunft vor sich“, meinte sein Teamkollege Timo Scheider, Champion 2008 und 2009.

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  • Wenn das mal nicht ein Rohrkrepierer, ähnlich wie der in der F1, wird. Langweilige Rennen waren bislang das Markenzeichen der DTM. Überholen Fehlanzeige. Sinkende Zuschauerzahlen sowohl an der Strecke als auch im TV. Auch die neuen Autos, verkappte Prototypen, die nichts mit Renntourenwagen zu tun haben, machen den gleichen Fehler wie ihre Vorgänger. Die Aerodynamik ist so komplex, dass überholen zur Glückssache wird. Das hat mit Rennsport nichts zu tun. Darüber hinaus gibt es bei der DTM nichts zu gewinnen. Ein Masters Titel ist soviel wert wie ein Grundstück auf dem Mond. BMW wird es noch bereuen, der World Touring Car Championpship (WTCC) den Rücken gekehrt zu haben. Da konnte man wenigstens Weltmeister werden. In der DTM reichts dann aber nur zum Waldmeister.

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