Rundgang über den Pariser Autosalon
PS-Boliden bleiben begehrt

Was haben sie nicht alle geschimpft über die hohen Spritkosten: Autofahrer und Autoindustrie zogen in seltener Einmütigkeit gegen die vermeintliche Abzocke vom Leder. Genützt hat es aber wenig.

HB PARIS. Die Rekordpreise haben zu einer Abkehr von automobilen Vorlieben und zu einer neuen Modellpolitik der Hersteller geführt. Ein Rundgang über den Pariser Automobilsalon (30. September bis 15. Oktober) zeigt erneut, dass schiere Leistung und Geschwindigkeit wohl doch mehr Spaß machen müssen, als die Anzahl gesparter Liter oder ökologisch orientierte Antriebsvarianten. In Paris stehen wieder flotte Flitzer und PS-Boliden im Mittelpunkt.

Allen voran will Audi mit der Premiere des neuen Supersportwagens R8 die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Das Mittelmotor-Mobil wird von einem 4,2 Liter großer V8-FSI-Motor mit 309 kW/420 PS angetrieben. Maximal 301 Stundenkilometer (km/h) sind damit drin. Dabei konsumiert das Fahrzeug nach Angaben eines Audi-Sprechers im Schnitt 13,6 Liter Sprit. Der V10-Motor, mit dem die Entwickler nach Angaben aus Unternehmenskreisen bereits als nachgeschobene zweite Motorvariante liebäugeln, dürfte diese Werte mit Leichtigkeit noch übertreffen.

Auch Alfa Romeo ist in Paris mit einer Sportwagen-Neuheit vertreten. Der italienische Hersteller zeigt die Serienversion des Supersportwagens Alfa 8C Competizione, der in einer limitierten Auflage auf den Markt kommen soll. Für Vortrieb sorgt im 8C Competizione ein 4,7 Liter großer Achtzylinder mit 332 kW/450 PS. Zum Verbrauch machte der Hersteller in Paris keine Angaben.

Peugeot will mit einer leistungsstarken Studie für Aufsehen sorgen. Das Concept-Car 908 RC wird von einem Diesel-Aggregat mit zwölf Zylindern und 5,5 Litern Hubraum angetrieben, dessen brachiale Leistung die Franzosen mit mehr als 515 kW/700 PS beziffern. Der Motor soll beim nächsten 24-Stunden-Rennen in Le Mans in einem Rennwagen eingesetzt werden. Für die Messe wurde das Kraftpaket in eine viertürige Limousine mit Glasdach gesteckt, die eine aggressiv gestaltete Frontpartie und Scheinwerfer in LED-Technik besitzt.

Eine weitere Aufsehen erregende Sportwagenstudie dreht sich am Stand von Pininfarina: Für den Ferrari P4/5 ließen sich die Designer nach eigenen Angaben von den Ferrari „Prototipo“-Modellen aus den sechziger Jahren inspirieren. Die Paris-Studie besitzt Flügeltüren und eine tropfenförmige Glaskanzel. Unter der Karosserie rumort ein V12-Motor mit 660 PS, womit laut Pininfarina „mehr als 330 km/h“ drin sein dürften. Am Ferrari-Stand glänzt dagegen der 599 GTB Fiorano mit seinem 620 PS starken Zwölfzylinder-Aggregat im Scheinwerferlicht. Das ermöglicht immerhin eine Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h.

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