Schaden am Auto
Kinder haften mal und mal nicht

Auf den kleinen Unterschied kommt es an: Steht das Auto – oder fährt es? Davon kann abhängen, ob Kinder, die einen Schaden anrichten, haften.

Ein verspielter Achtjähriger ließ sein Fahrrad auf dem Bürgersteig vor sich herrollen. Als er einen Moment nicht aufpasste, rollte das Rad auf eine Querstraße und kollidierte dort mit einem entgegenkommenden Auto. Dessen Fahrer forderte daraufhin mehr als 1 100 Euro Schadensersatz, doch der Bundesgerichtshof (BGH) stellte klar: Kinder haften seit einer gesetzlichen Neuregelung im Jahr 2002 bis zum zehnten Lebensjahr nicht für Unfälle mit fahrenden Autos (VI ZR 42/07).

Da der Gesetzgeber die Altersgrenze ausdrücklich ins Gesetz geschrieben habe, komme es auch nicht darauf an, ob das Kind das Risiko tatsächlich nicht einschätzen konnte. Anders ist es bei Unfällen mit stehenden Autos: Die Bundesrichter bejahten 2004 die Haftung eines Neunjährigen, der während eines Kickboardrennens einen parkenden BMW beschädigt hatte.

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