Schadens-Haftung wegen Baustellen nur ausnahmsweise

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Schadens-Haftung wegen Baustellen nur ausnahmsweise

Fahrzeugschäden, die an einer Baustelle entstehen, werden nur in Ausnahmefällen ersetzt. Das geht aus einem am Dienstag bekannt gewordenen Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Koblenz hervor.

dpa KOBLENZ. Fahrzeugschäden, die an einer Baustelle entstehen, werden nur in Ausnahmefällen ersetzt. Das geht aus einem am Dienstag bekannt gewordenen Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Koblenz hervor.

Da ein Autofahrer an Baustellen besonders vorsichtig fahren müsse, habe er nur Anspruch auf den Ersatz solcher Schäden, die von kaum wahrnehmbaren Hindernissen verursacht werden, entschieden die Richter (Az.: zwölf U 820/03).

Das Gericht hob mit seinem Urteil eine Entscheidung des Landgerichts Koblenz auf und wies die Klage einer Fahrzeughalterin ab. Die Klägerin hatte von einer Verbandsgemeinde Schadensersatz verlangt, weil ihr Mann mit ihrem Wagen auf einer nur provisorisch asphaltierten Straße gegen Kanaldeckel gefahren war. Der Wagen wurde am Unterboden beschädigt. Die Klägerin hielt der Gemeinde vor, ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt zu haben und verlangte die Zahlung von rund 1 100 Euro.

Anders als das Landgericht teilte das OLG diese Auffassung nicht, da die aus der Fahrbahn herausragenden Hydranten und Kanaldeckel ohne weiteres erkennbar gewesen seien. Besonderer Sicherungsmaßnahmen habe es daher nicht bedurft.

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