Schön und stark: Frauen am Steuer
Mehr Sexappeal im Motorsport

Diese Kombination zieht in der Machowelt des Motorsports immer: attraktive Erscheinung und ein bekannter Name. Mit Vanina Ickx haben die Verantwortlichen der Deutsche Tourenwagen Meisterschaft (DTM) die gefunden, die sie suchten. Eine Zugnummer, die die lahme Ente DTM wieder in Schwung bringen soll.

DÜSSELDORF. Im kommenden Monat startet die zierliche Vanina, sie ist 1,57 Meter groß und 53 Kilo leicht, in einem Audi A4 bei der DTM. Für Audi ist der Auftritt der Belgierin nicht nur ein Marketing-Gag. „Sie hat auch gezeigt, dass sie gut Auto fahren kann“, sagt Audi-Sprecher Jürgen Pippig. Das Rennfahrer-Gen schlummert mit Sicherheit in der studierten Diplom-Biologin.

Ihr Vater ist der ehemalige Formel-1-Pilot Jacky Ickx. Der brachte es in der Königsklasse auf zwei Vizeweltmeisterschaften und gewann sechs Mal das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Doch Vanina Ickx ist kein Einzelfall. Das beweist zum Beispiel die extrovertierte Cora Schumacher. Die Ehefrau von Formel-1-Lenker Ralf Schumacher gibt ihr Bestes in der Mini-Challenge. Auch wenn ihr das Talent für die großen Siege fehlt, für eine attraktive Schlagzeile ist sie nach jedem Rennen gut.

Nicht nur optisch, sondern auch sportlich ein echtes Glanzlicht ist dagegen die 23-jährige Amerikanerin Danica Sue Patrick. Sie zählt zu den ganz wenigen Frauen, die sich für die legendären Indy 500 in Indianapolis qualifizieren konnten. Im vergangenen Jahr führte sie bis wenige Runden vor Schluss. Patrick musste aber, um Sprit zu sparen, ihr Tempo drosseln und landete deshalb nur auf Platz vier.

Trotzdem: Eine Welle der Euphorie überschwemmte die Motorsportwelt, ob der tollen Leistung der jungen Amerikanerin. Schnelle Frauen gab es schon früher. Die Neapolitanerin Maria Teresa de Fillipis war die erste Frau, die in einem Formel-1-Cockpit saß. 1960 errang sie in Monte Carlo einen 10. Platz. Aus Turin stammte Leila Lombardi. 1975 fuhr sie in Barcelona auf den sechsten Platz und konnte dafür einen „halben“ WM-Zähler für sich verbuchen.

Und nicht zu vergessen die Französin Michèle Mouton, die in den 80er Jahren für Audi Rallyes fuhr.

Bei diesen Vorbildern betritt Vanina Ickx also kein Neuland. Und auch für die Formel 1 ist es noch nicht zu spät.

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