Schöner, schneller, eleganter: BMW gab den Startschuss für das Jahr der Gran Tourismos
Die neue Lust am Luxus

Entspannt genießen und durch das Fenster zuschauen, wie die Landschaft vorbeifliegt. Dahingleiten und die Hektik des Alltags vergessen. So beginnt eine gute Urlaubsfahrt. Dann durchstarten – ohne großes Getöse. Und schnell ans Ziel kommen – ohne zu merken, wie mit der Zeit auch das Reisegefährt bis zur Ankunft lässig durchbeschleunigt.

HB DÜSSELDORF. Ein Traum aus längst vergangenen Tagen? Von wegen: Luxus und Leistung, vier Sitze und Platz fürs Golfgepäck – das alles passt im Jahr 2004 besser zusammen als je zuvor: Längst haben Groß-Coupés diesem Autojahr ihren edlen Stempel aufgedrückt und den traditionellen Reisesportwagen der fünfziger Jahre wiederbelebt. Die Gran Turismos sind wieder da.

Den Auftakt für ein wahres GT-Premieren-Feuerwerk gab das 6er-Coupé von BMW – das Gefährt erblickte im Januar das Licht der Welt. Und als hätten sie sich abgesprochen, schickten andere europäische Luxus-Autobauer gleich ein halbes Dutzend nagelneuer Reisesportlimousinen hinterher ins Rennen.

Zum Beispiel die Edelmarken des italienischen Fiat-Konzerns, die im Frühjahr gleich zwei Modelle präsentierten. Beide haben das Zeug zu modernen Klassiker: Der viertürige Maserati Quattroporte erbte den schlichten Namen von Vorfahren, die das Dreizack-Werk schon seit 1963 baut.

Rennsportschwester Ferrari nennt ihren neuen Großraum-Gleiter 612 Scaglietti und setzt ihrer Designerlegende aus den Sechzigern mit Schwindel erregenden Fahrleistungen ein würdiges Denkmal. Die Alukarosserie dieses zweitürigen Viersitzers beschleunigt mit einem 540 PS starken 5,7-Liter-V12-Triebwerk bis auf 315 km/h. Der rasante Ritt kostet rund 210 000 Euro.

Bei Geschwindigkeiten weit jenseits der 300 km/h kann nur der Bentley Continental GT noch mithalten. In puncto Reisetauglichkeit zieht die VW-Tochter jedoch mit größerem Kofferraum und gemäßigtem Fahrwerk an dem italienischen Supersportler vorbei. Fans dürfen also gespannt sein, wie sich das Reisen im für den November angekündigten Continental-Viertürer anfühlt.

Natürlich wollen die Schwaben bei der neuen Lust am Luxus nicht das Nachsehen haben – und so rüstet Daimler-Chryler ebenfalls die Flotte auf: Zum zweitürigen Mercedes CL-Coupé, das auf der S-Klasse basiert und in dieser Liga mangels Wettbewerbern lange Zeit dominierte, gesellt sich ab Herbst der viertürige Luxus-Reiseliner CLS.

Bei allen Differenzen, eines ist allen großen Tourern gemeinsam: Sie sind Fahrerautos – und das beileibe nicht nur, weil auf der Rückbank die elegante Dachform ihren Tribut fordert. Nein: Diese Fahrzeuge wollen mit großer Leidenschaft bewegt werden. Denn schließlich reist es sich nirgendwo schöner, schneller und eleganter als in einem Gran Turismo.

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