Schon sieben Preisrunden
Benzin und Diesel bleiben teuer

HB HAMBURG. Die anhaltend hohen Preise auf den internationalen Mineralölmärkten machen sich an den deutschen Tankstellen immer stärker bemerkbar. Nach sieben Preisrunden allein in diesem Jahr müssen die Autofahrer in Deutschland an Markentankstellen im Durchschnitt gut 1,28 Euro für den Liter Superbenzin und 1,11 Euro für Diesel bezahlen, teilten Sprecher der Branche am Freitag in Hamburg mit. Das sind bei Super rund fünf Cent mehr pro Liter als im Durchschnitt des Dezembers. Bei Diesel beträgt der Anstieg zwei Cent je Liter. Von ihren Höchstständen aus dem vergangenen September sind die Benzinpreise allerdings noch ein gutes Stück entfernt.

Sprecher der Mineralölkonzerne begründeten den Preisanstieg mit ähnlichen hohen Verteuerungen am europäischen Ölmarkt in Rotterdam. Die internationalen Märkte seien durch die geringeren Lieferungen aus Nigeria, die ungewisse Zukunft Irans und die Verstaatlichungen in Venezuela nachhaltig verunsichert, sagte Exxonmobil-Sprecher Karl- Heinz Schult-Bornemann. Am Freitag erhielten die Märkte durch die Tonband-Botschaft Osama bin Ladens einen neuen Aufwärtsschub.

Für die weitere Preisentwicklung sehen die meisten Experten keine Anzeichen, die auf eine nachhaltige Entspannung deuten könnten. Sollte sich die russische Kältewelle bis nach Westeuropa fortsetzen, könnten die Preise sogar deutlich in die Höhe schnellen. Shell- Sprecher Rainer Winzenried wies vorsorglich darauf hin, dass in Deutschland gekaufter Dieselkraftstoff bis minus 20 Grad Celsius kältesicher ist. Markenfirmen wie Shell garantierten sogar eine Fließfähigkeit bis minus 22 Grad Celsius.

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