Schulterblick beim Abbiegen ist wichtig
Gefahr im "Toten Winkel" wird immer noch unterschätzt

dpa/gms MÜNCHEN/BONN. Dennoch wird diese Gefahrenzone unterschätzt: Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen, wenn Auto- und LKW-Fahrer beim Abbiegen andere Verkehrsteilnehmer übersehen. Nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) in Bonn sind meist Radfahrer, Fußgänger und Kinder betroffen.

Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (Bast) in Bergisch Gladbach ereignen sich in Deutschland jährlich 135 Unfälle mit Personenschaden, an denen rechts abbiegende Lastwagen mit mehr als 3,5 Tonnen Gesamtgewicht und ungeschützte Verkehrsteilnehmer beteiligt sind. Dieser Konflikt gehöre zu den gefährlichsten Situationen im Straßenverkehr überhaupt: Radfahrer und Fußgänger geraten oft unter das schwere Fahrzeug und werden überrollt.

Für Maximilian Maurer, Sprecher beim Adac in München, ist der Tote Winkel heute in erster Linie ein Problem der LKW. Fast alle Neuwagen seien mittlerweile mit so genannten asphärischen Seitenspiegeln ausgestattet. Eine Wölbung am Rand des Spiegels ermögliche das Einsehen des Toten Winkels, der sich vom Fahrer aus gesehen schräg nach hinten erstreckt. Ältere Fahrzeuge ließen sich mit speziellen Spiegeln nachrüsten - laut Maurer „ein durchaus sinnvolles Zubehör“.

Ein Nachteil von „asphärischen Spiegeln“ ist laut Robert Bauer vom Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart jedoch, dass sie das Spiegelbild verzerren. „Die Entfernungen lassen sich dadurch nicht mehr richtig einschätzen.“ Bauer rät daher dazu, beim Abbiegen bewusst in die Spiegel zu schauen und zur Kontrolle den Schulterblick zu beherzigen.

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