Schwacher Automarkt
Chevrolet führt bei PKW-Eigenzulassungen

Hersteller und Händler versuchen mit Sonderaktionen, steigenden Rabatten und Eigenzulassungen den deutschen Automarkt massiv zu stützen.  
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WürzburgDer Anteil der Eigenzulassungen der Hersteller und des Handels an den Pkw-Neuzulassungen unterscheidet sich je nach Marke erheblich. Die taktische Maßnahme, um in Zeiten von schwachen Absatzzahlen die Statistiken bei Neuzulassungen nach oben zu treiben, funktioniert so: Autos, die in Wirklichkeit fabrikneu sind, werden kurz und z.B. für Probefahrt-Zwecke auf den Händler angemeldet, und dann mit deutlichen Nachlässen als junge Gebrauchte verkauft, um den Absatz zu fördern. Hintergrund sind die aktuell großen Probleme vieler Massenhersteller, ihre Neuwagen überhaupt, geschweige denn zu regulären Preisen zu verkaufen.

Den höchsten Anteil an diesen "Scheinzulassungen" in Deutschland hatte im März 2013 laut "kfz-betrieb" Chevrolet mit 54 Prozent von ihren Gesamtzulassungen zu verzeichnen. Dahinter folgen Citroen mit 47 Prozent und Fiat mit 43 Prozent Anteil.

Der höchste Anstieg im Vergleich zum Vorjahr war bei Mitsubishi zu beobachten. Hat der eigene Zulassungsanteil im März 2012 noch 22,4 Prozent betragen, liegt er aktuell bei 41,2 Prozent. Die Marke von 40 Prozent überschreiten außerdem Mazda und Opel.

Ganz anders sieht es bei Dacia aus. Der rumänische Renault-Ableger steht mit einem eigenen Zulassungsanteil von 9,3 Prozent am unteren Ende der Statistik, gefolgt von Smart mit 13 Prozent. Ebenfalls niedrige Werte sind bei Volvo mit 14 Prozent und BMW mit 19,3 Prozent zu beobachten. BMW war außerdem der Hersteller, der den Anteil der Eigenzulassungen im Vergleich zum Vorjahr am stärksten zurückgefahren hat. Im März 2012 hat dieser bei den Münchnern noch bei 25 Prozent gelegen.

Herstellerübergreifend sind die Eigenzulassungen im März mit 87.226 Pkw gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,2 Prozent auf einen Anteil von 31 Prozent gestiegen. Für das erste Quartal weist die Statistik mit 217.730 neuen Autos einen eigenen Zulassungsanteil von 32,3 Prozent aus.

Zu einem Umdenken in Bezug auf die hohe Zahl der Pkw-Eigenzulassungen hatte kürzlich erst der Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, Robert Rademacher, Händler und Hersteller aufgefordert. Mit verantwortungsvoller Vertriebspolitik habe diese Entwicklung nichts mehr zu tun, da sie "fatale Auswirkungen auf die Margen" hat. Das gelte für das Neuwagen- und Gebrauchtwagen-Geschäft. 

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  • Und wie siehts mit Daimler aus? Hier fahren so dermaßen viele neue A-Klassen mit XX-DB 9999 herum, daß man das Gefühl hat, Daimler habe sich sämtliche Nummernschilder mit "DB" auf sich reservieren lassen. Den Bock will ja auch keiner. Es wird zwar behauptet, daß er sich wie geschnitten Brot verkaufe, aber wenn man mal zufällig einen fragt, der aus einem Auto mit so einer Nummer aussteigt, dann heißt es entweder "Hab ich zur Probefahrt bekommen..." oder "bin Werksangehöriger". Da stimmt doch was vorn und hinten nicht.

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