Shitstorm bei Twitter „Top Gear“-Fans wollen Jeremy Clarkson zurück

Die BBC hat Kult-Moderator Jeremy Clarkson suspendiert – und Fans der Autosendung „Top Gear“ sind außer sich: Bei Twitter fordern sie Clarksons Rückkehr. Hunderttausende unterzeichneten außerdem eine Online-Petition.
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Moderatoren und Auto-Tester (v.l.n.r.) Richard Hammond, Jeremy Clarkson, James May und "The Stig". Quelle: Screenshot
Die Top-Leute von Top Gear

Moderatoren und Auto-Tester (v.l.n.r.) Richard Hammond, Jeremy Clarkson, James May und "The Stig".

(Foto: Screenshot)

LondonDie BBC hat den scharfzüngigen „Top Gear“-Moderator Jeremy Clarkson vorerst vom Dienst freigestellt und damit einen Proteststurm unter Fans der Kult-Autosendung entfacht. Mit seinem derben Humor und politisch unkorrekten Sprüchen hatte der 54-Jährige schon oft Ärger gemacht. Nun soll er einen Produzenten geschlagen haben. Die Fans sind sauer: Mehr als 350.000 User unterschrieben bis zum Mittwochnachmittag eine Online-Petition bei Change.org und forderten Clarksons Rückkehr.

„Ein Auto wie Syphilis“
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"Top Gear"-Moderator Jeremy Clarkson ist kein Freund des feinen britischen Humors. So schonungslos, wie er sein Testmaterial regelmäßig schrottet, so respektlos geht er auch mit Herstellern um. Manche Sprüche sind auf dem Niveau von Furzkissenhumor, doch seine Fan-Gemeinde ist riesig und seine Einschaltquote spricht für sich. Was er zu einzelnen Automodellen schon vom Stapel ließ ...

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... Und dafür lieben ihn die Fans: Jeremy Clarkson beschleunigt gerade einen Ariel Atom. Bei Top Gear finden auch exotische Tests mit vollem Gasfuss-Einsatz statt. Das entsprechende Video ist in HD-Qualität auch bei Youtube zu finden und enthält zwei von Clarksons typischen Test-Zitaten: "I am an Alien" brüllt er in dem Moment, als diese Aufnahme entsteht. Wenig später, in Richtung Luft-Ansaugtrichter (rechts oben am Bildrand): "I feel like my brain´s being sucked in."

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"Ein Renault Espace ist wohl die beste Großraumlimousine. Das kommt der Aussage gleich: "Ich hab Syphilis, die beste unter den Geschlechtkrankheiten"."

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"Macht einen so großen Bogen um den Suzuki Wagon R, wie um ungeschützten Sex mit einem äthiopischen Transvestiten."

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"Ich würde mich eher sterilisieren lassen als Ford Galaxy zu kaufen."

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"Es gibt nur ein Wort, was den Vectra beschreibt, es fängt mit "s" an und endet mit "t". und es ist nicht soot." Clarkson nahm das Wort "Shit" zwar nicht in den Mund, aber auch so wusste jeder, was er meinte ...

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"Ferrari, das ist für mich eine abgespeckte Version von Gott."

Auch bei Twitter machten die „Top Gear“-Freunde ihrem Ärger Luft. Unter dem Hashtag #BringBackClarkson gehen minütlich neue Tweets ein – immer wieder auch aus Deutschland. Im deutschen TV lief „Top Gear“ auf RTL Nitro und DMAX.

Besonders ärgerlich finden viele Fans, dass die Show vorerst nicht mehr ausgestrahlt werden sollte. „Wie kann die BBC die verbleibenden Folgen nicht zeigen, kann man das nicht lösen, ohne dass die Fans leiden?“, fragte ein Twitter-Nutzer erbost. Jeremy Clarkson leitete die Nachricht an seine eigenen knapp 4,6 Millionen Follower in dem sozialen Netzwerk weiter.

Im vergangenen Mai hatte er von der BBC eine „letzte Warnung“ bekommen und sich entschuldigen müssen, weil er in einer nicht ausgestrahlten Aufzeichnung einen rassistischen Ausdruck genutzt hatte. Angesichts des neuen Ärgers verhielt der Autokenner sich - für seine Verhältnisse - ruhig. Das Boulevardblatt „Sun“, für das Clarkson eine Kolumne schreibt, zitierte ihn am Mittwoch mit den Worten: „Ich trinke ein schönes, kaltes Pint und warte, bis das vorübergeht.“

Auf Twitter scherzte er mit seinen Co-Moderatoren James May und Richard Hammond über Alternativen zur „Top Gear“-Ausstrahlung am Sonntag: „Ich habe ein paar ziemlich gute Kriegs-Dokus gemacht. Sie könnten ein paar von denen zeigen.“

Auch Clarksons Familie scheint die Aufregung mit Humor zu nehmen. „Oh Gott BBC, bitte nimm ihn zurück... Er hat angefangen zu kochen...“, schrieb Tochter Em Clarkson auf Twitter. Fans und Medienjournalisten warfen die Frage auf, ob „Top Gear“ ohne den Starmoderator noch populär wäre. Oder ob die Show zu einem anderen Sender umziehen könnte.

 „Top Gear“ ist einer der international erfolgreichen Kassenschlager für die BBC. Zum Start der aktuellen Staffel wurde eine Folge in mehr als 50 Ländern gleichzeitig ausgestrahlt. Neben in Großbritannien prominenten TV-Stars und -Sternchen stellte sich auch die Autobranche hinter Clarkson. „'Top Gear' war bisher enorm erfolgreich darin, die Automobilindustrie prominent zu machen, und wir würden uns freuen, wenn das so weitergeht“, sagte Mike Hawes, Chef des Branchenverbands Society of Motor Manufacturers and Traders.

"Top Gear" - Moderator verprügelt Produzenten

  • tha
  • dpa
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