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Sicher unterwegs bei Eis und Schnee

Auch in diesem Jahr werden die Tage kommen, an denen Eis und Schnee zu Problemen oder gar chaotischen Zuständen auf den Straßen führen. Das beginnt für Autofahrer damit, sich Zutritt zum eingefrorenen Wagen zu verschaffen.

dpa/gms BERLIN/STUTTGART. Auch in diesem Jahr werden die Tage kommen, an denen Eis und Schnee zu Problemen oder gar chaotischen Zuständen auf den Straßen führen. Das beginnt für Autofahrer damit, sich Zutritt zum eingefrorenen Wagen zu verschaffen.

Der Winterstress nach dem Frosteinbruch beginnt beim morgendlichen Start, wenn die Scheiben vom Eis zu befreien sind. Dafür sind Kratzer aus Kunststoff nicht perfekt. „Die besten Eiskratzer sind aus Kupfer und haben einen mittellangen Holzstiel“, meint Johannes Hübner, Sprecher des Automobilclubs von Deutschland (AvD) in Frankfurt/Main. Das weiche Metall zerschneide gut das Eis, beschädige aber nicht das Glas.

Beim Umgang mit einem harten Eiskratzer ist immer Vorsicht geboten: „Wer am Scheibenrand abrutscht, hat schnell einen Kratzer im Lack“, warnt Hübner. Klaus Brandenstein vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin empfiehlt, nicht nur ein kleines Sichtloch frei zu kratzen - schließlich ist gute Sicht aus dem Wagen ein wesentlicher Beitrag zum sicheren Fahren. Auch Schnee ist komplett von der Karosserie zu entfernen.

Ein Grund dafür ist, dass sonst der nachfolgende Verkehr gefährdet wird, wenn während der Fahrt Schnee auf der Frontscheibe eines anderen Wagens landet. „Passiert dann ein Unfall, könnte man als Verursacher haftbar gemacht werden“, sagt Brandenstein.

Bevor der Wagen in Fahrt kommt, gilt es nicht selten weitere Hürden zu überwinden: Schnee und Eis erschweren das Verlassen einer Parklücke merklich. „Schon kleine Schneehindernisse können große Schwierigkeiten bereiten“, sagt Rainer Hillgärtner, Sprecher des Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart. „Sinnvoll ist es, eine kleine Schneeschippe zur Hand zu haben.“

Eher etwas für Könner ist nach ACE-Angaben die Schaukel-Methode, um aus einer verschneiten Parklücke zu gelangen. Dabei wird zwischen Vor- und Rückwärtsgang hin und her geschaltet und dosiert Gas gegeben. Dadurch gerät der Wagen in rhythmischen Schwung, so dass ein Hindernis nach wiederholtem Anlauf schließlich überwunden wird.

Immer wieder diskutiert wird die Frage, was geschieht, wenn bei winterlichen Bedingungen ein Unfall geschieht und das verursachende Fahrzeug mit Sommerreifen unterwegs ist. Oft wird erklärt, dass der Autofahrer dann Probleme mit seinem Versicherungsschutz bekommt. „Es ärgert uns, dass so etwas verbreitet wird“, sagt GDV-Sprecher Brandenstein. „Winterreifen sollte man kaufen, um nicht in den Graben zu rutschen - nicht aus Angst vor der Versicherung.“ Laut Brandenstein sind entsprechende Fälle extreme Ausnahmen. Unter normalen Umständen sei Versicherungsärger nicht zu erwarten.

Egal welche Art von Reifen montiert ist - manchmal können Autofahrer an gefährlichen Stellen auf Hilfe zurückgreifen, von der sie meist gar nichts wissen. Das gilt zum Beispiel, wenn bei glatter Fahrbahn eine Steigung bewältigt werden muss. „Bei Steigungen und Gefälle stehen am Fahrbahnrand meist Streusalzkästen. Die darf man öffnen und den Inhalt zum Streuen benutzen“, erklärt Hübner.

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